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ließ, daß eine Einlage an denselben, darinnen befindlich seyn könne.
Frohlockend lief sie mit dem offenen Briefe zu ihrem Bruder. „Freue dich— "rief sie ihm entgegen, — „die zärtlichen Turteltäubchen sind in unserer Hand, und ich schwöre dir, daß sie sich keine Licbe wieder vorgirren sollen.
Der Brief wurde nun untergeschlagen, und ein anderer an dessen Stelle geschoben, der mit der treffendsten Nachahmung von Ferdinands Handschrift, von ganz anderem Inhalt war. Auguste wurde blaß wie der Tod, als sie ihn las, und zitterte am ganzen Körper. Der Brief war so frostig, so kalt, daß sie gar ihren Ferdinand in demselben nicht wiederfand. Sie schrieb ihm die zärtlichste Antwort zurück, schilderte ihm die Angst, die sie bey feiner Abwesenheit empfunden, fragte ihn um die Ursache seiner fürchterlichen Kälte gegen ein Mädchen , in dessen Herzen kein anderer Gedanke als der an lihn, herrschend sey, und Ferdinand bekam anstatt dessen einen andern, der ganz das Gegenstück zu dem war, den man von ihm der armen Auguste untergeschoben hatte.
So trieb es die Gräfinn mit Hülfe ihres Bruders so meiste-haft fort, daß die Liebenden keinen Betrug ahnten, wechselseitig sich Vorwürfe machten, und ihre Tage in Kummer ver-

