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lust ig eit/ das heißt:'m mtliche Witwen im gan­zen Städtchen, billigten einmüthig diesen Heldenentschluß/ und keine wollte an Seelengröße nachstehen.

Die Frau Bürgerineisterinn ging mit gutem Bey- spiele voran, und erkor zu ihrem Gemahl den Dienst­knecht, die übrigen Witwen folgten ihr willig, und so kam es, daß binnen wenigen Stunden sämmtliche Exem­plare von heirathsfähigen Dienern und Knechten vergrif­fen waren, und nur einige Damen leer ausgingen.

Am empfindlichsten traf eine solche Niete zwey sech­zigjährige Matronen, die mehr als alle übrigen Witwen gewünscht hätten, die letzte Station ihrer Reise durch's Leben in der angenehmen Gesellschaft eines jungen Man­nes zurück zu legen.

Diese zwey intimen Freundinnen hatten gerade ihr Mittagsschlaferl gehalten, als der Frau Bürgerineisterinn Heirathsproject auf's Tapet kam, und so geschah es, daß sie die schöne Gelegenheit verschliefen, sich in Hymens Zoch zu spannen.

Frau Ursula und Frau Barbara, so hießen die sech- zigjährigen zwey Ehestandscandidatinnen, waren durch ihre ungemeine Häßlichkeit ausgezeichnet, auch sonst we- geqMhren Klatschereyen bekannt; beyde hatten aber Geld im Ueberfluß, und, da die übrigen Frauen ihre Gesell­schaft siohen, so hielten sie desto fester wie Stahl und Ersen an einander, und ihre gegenseitige Freundschaft schien für die Ewigkeit gegründet zu seyn. Wie wandelbar aber die Menschen sind, ist auS dem Verlaufe der Geschichte hier zu entnehmen.

Ernst gingen diese Freundinnen, beyde noch sehr