sagte Werner. Unterdessen hatten sich mehrere von der Gesellschaft um sie her versammelt. V»k- torn war das gleichgültig. Er setzte sich und spielte die bekannte, schwierige, aber meisterhafte Sonate aus f mol von Philipp Emanuel Bach — noch immer eins der besten Probestücke für wahre Clavierspteler; er spielte sie mit einer Fertigkeit, Präctsion, Festigkeit und Nettigkeit, daß alle Zuhörer erstaunten und der alte Werner kaum das Ende erwarten konnte, um ihm, mit von Freude blitzenden Augen, lauten Beyfall zu- zuklatschen.
Viktor wußte kaum, ob her Beyfall Ernst oder Scherz war. Sein Spiel war zwar nicht mißglückt — das wußte er recht gut, aber er war den Flügel nicht gewohnt und die Dämpfung darav. war nicht die beste. Er sagte das ganz offenherzig, und meinte; da das Instrument so garstig nach sin ge, so wäre wohl das beste. Etwas in langsamer» Tempo und gebundene» Styl vorzutragen.
Wollen sie mir einmahl ein Thema geben? — sagte er zu Wernern, der mit Triumph unter die Umstehenden blickte. Er gab ihm ein ernsthaftes, zu kontrapunctischen Bearbeitung geschicktes Thema. Viktor fing an langsam, feyerlich

