(2*) r?

unb frey zu phantasieren, spielte oft auf dieß Thema an, um es sich und den Zuhörern tiefer «inzuprägen und auf weitere Ausführung dessen Len vorzubereiten; faßte es nun fester und immer fester, behielt eS jetzt einzig, führte es einfach durch seine vier Stimmen durch, nahm nun einen leichtern Gedanken aus feiner vorhergegangenen Phantast« herüber, behandelte ihn als Gegensatz zum Thema, und führte nun beyde, nicht nur nach altem Schick und Regelwerk der Theprie, sondern auch mit so viel Ueberraschung in den Ausweichungen, Uebergüngen, Bindungen, mit so viel Anmuth und anständiger Heiterkeit tu den Hauptgedanken hin und wieder angeschmteg- ten Nebenverzierungen, mit so viel Originalität und Laune in den imitirenden Anspielungen auf den Hauptsatz in den Abbrechungen, Verkürzun­gen, Umdrehungen desselben zu En> daß der alte Kenner sich auf die Fußspitzen hob, daß ihm Thränen der Freude in die Augen traten, daß er sich kaum getrauete, Athem zu holen, und nur erst beym Orgelpuncte vor dem Schluffe tief aus der Brust Luft schöpfte, ur. : er, nach Vik­tors kräftiger Endigung, dem Jünglinge beyde Hände both, ihm damit vom Stuhle auf, an seine Brust zog und mit höchster Freude ausrtef:

>. So war ich Gottlicb Werner bin, aus dir

*