Einleitung.

Da so manche verschiedene heutige Meynungen, Rechte, Gebräuche, Feyerlichkeiten rc. in jenem grauen Alterthum ihren Grund und Ursprung haben, die sich ohne Kenntniß der Vorzeit nicht Deuten lassen, so ist nicht unnützlich zu wissen, was wir Gutes und Böses von unfern Urvätern und Vorfahren geerbt haben, wel- che Vorzüge sie vor uns hatten, worinne wir sie übertreffen, oder wo wir wieder zurück­stehen, und ob es nicht besser sey, so manch abgekommenes Gute und Einfache wieder herzu­stellen ? Viele Neuern, bey den vermeyntlichen bessern Einrichtungen, bestreben sich, ohne jene Rücksicht, aber sehr mit Unrecht, alles alt- Zeutfcfye vollens auszulöschen, sogar teutfd)* Namen und das Andenken derselben zu vertillgen, welches sie vielleicht nicht thun würden, wenn sie mehr Kenntniß der Vorzeit und weniger Vorurtheil hätten. Ich rechne auf Leser, wel­che ihre Augen gewöhnt haben, die Sonne der Wahrheit mit unverrücktem Blick zu betrach­ten ; habe gesucht, Einiges der Vergessen­heit zu entreissen, und zugleich auf Manches

aufmerksam