17

§ 5 »

Von den kältischen Vernunftweifen Trübten undLruhten, ihren Ledrmeynungen und Verrich­tungen.

Die Vernunftweisen der Kälten, oder der Tüts skalten, ^ Tüte Schalken, d. t. Gottesdrener, hie­ßen in verschiedenen Mundarten, Trühten, Lruhten, Thruten, Druthen, Druyten, Druidh, auch ver-

fchte-

schen, bey ihrer Glaubensvertauschung, eine Mutter GotteS sich so leicht gefallen lie, ßen, die sie nicht Maria, sondern gerade die Mtkil, Meichel, Mihle hießen, wie noch in der Fränkischen Mundart, auf den heu­tigen Tag. Als der Engel oder Gesandte GotteS, Gabriel, der unbefleckten jüdischen Jungfrau Ma­ria zu Nazareth, die unvermuthete Nachricht vom Himmel brachte,daß der heilige Geist über sie kommen, und die Kraft deS Höchste« sie überschatten würde, wovon sie schwanger wer­den sollte im Leibe, wie der Geschichtschrei­ber der neuen Lehren (Evangelist. Luc. c i» v. 26 rc.) erzählt, heißt es ln einer gereimte« Aebersetzung aus dem Xlll. Jahrhundert r

ANkel die leve Jungfraw Heer,

Thet sich darob verwundern sehr.

B