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wegen seiner hohen Gaben.
und Wissen in ihn gestellet, ohne ihn will ich nichts wissen, Er soll meine Erkenntmß, Wissen, Wollen und Tbun seyn; denn ausser ihm ist eitel Fahrlichkett. Der Mensch trift das schwerlich, das er vor Augen hat, vielweniger das verborgene, es sey dann, daß GOtt sein Licht sey: gebe ich euch wohlmeinend zu erwegen, wiewol ich ein schlechter einfältiger Mann bin, und von keiner Kunst dieser Welt erboren. Was ich aber habe, das ist GOttes Gabe. Ich habe es nicht von Kunst oder Studiren, sondern vom Lichte der Gnaden, welches ich alleine gesucht habe-, und ob mein Anfang zwar einfältig gewesen, wegen meines kindischen Verstandes, so hat doch GOtt seit der Zeit in seinem Lichte etwas in mir gewircket, und mir meine kindische Augen eröffnet.
12. Und ferner füge ich euch, daß ihr meine Schriften nicht wollet ansehen als eines grossen Meisters : dann Kunst ist nicht darinnen zu sehen, sondern grosser Ernst eines eiferigen Gemüths, das nach GOtt dürstet, in deme der Durst grosse Dinge empfangen, wie der Erleuchtete wohl sehen wird, und ohne das Licht keinem recht erkenntlich oder begreiflich seyn wird, wie es der Leser in der That also empfinden wird, und hat doch auch leichter oder dem Verstände näher nicht mögen geschrieben werden. Wrewol ich vermeine, sie sind Helle und einfältig genug in solcher Tiefe. Letzte Zeit i. Th. v. 60 rc.
^ 13. Merkets wohl ihr Leser! prüfet in heiliger
*' Schrift inwendig und auswendig, erlernet die Wahrheit? Befindet ihr es nicht in der Wahrheit aus Christi Geist, fo sollet ihr ihme keinen Glauben zustellen. Wir aber haben es in Ternario Sancto gesehen und wissen, was-wir schreiben. Jrrth. Stief. v. 206. rc« -4- Wie aber ein Mensch solche Tiefe der GOtt-

