i6 6. Abschnitt. Von der Cap. i.

geschaffen. (i.Mos. i, 27.) Versiehe also: daß sich GOtt,der ein Geist ist, in einer Bildniß sähe, als in einem Gleichniß: Nicht weniger har Er auch diese Welt geschaffen,daß Er also die ewige Natur in Wesenheir offenbare, auch in lebendigen Crea- turen und Figuren; daß dieses alles sey ein Gleichniß und Ausgeburt aus der ewigen Natur des ersten Prinzipii, welche Gleichniß vor den Zeiten der Welt ist in GOrtes Weisheit als eine verborgeneMagia gestanden, und vom Geiste GOttes in der Weisheit ist ersehen worden, der in Zeit des Anfangs die­ser Welt die ewigeNatur beweget, und der verborgenen Gott-, liehen Welt Gleichniß hervorgebracht und eröffnet har. Den die feurige Welt ist im Lichte GOttes gleich als verschlungen und verborgen gestanden, indcme alleine das Licht der Maje­stät in sich selber regieret hat: Und ist uns doch nicht zu den­ken, daß die feurige Welt nicht gewesen sey; sie ist gewesen; aber sie hat sich in ihr eigen Priuzipinm geschieden, und ist im Lichte der Majestät GOrtes nicht offenbar gewesen, als uns solches am Feuer und Licht zu ersinnen ist, daß das Feuer zwar eine Ursache des Lichts ist, u. wohnet doch das Licht im Feuer, dem Feuer unergriffen, und führet eine andere O.ual als das Feuer: denn das Feuer ist Grimmigkeit und verzeh­rende, und das Licht ist Sanftmuth, und aus seiner Kraft wird Wesenheit, alsWasser oderSulphnr eines Dinges, wel­ches das Feuer in sich zeucht, und zu seiner Starke und Leben braucht, und ist also ein ewig Band.

7. Dieses Feuer und Göttlich Licht ist zwar von Ewigkeit in sich selber stille gestanden, da ein jedes in seinerOrdnuug.in seinem Prinzipio ist gestanden, und hat weder Grund noch Anfang, den das Feuer hat in sich seine eigene Gestalt zu sei­ner Qual, a!S das Begehren, ans welchem und in welchem alle Gesiälte der Natur erboren werden da je eine Ursache der andern ist, wie in den andern Schriften ausführlich gemeldet worden. Und finden wir im Lichte der Natur, wie das Feu­er in seiner eigenen Essentz sey, gleichwie im herben begehren­den Qual in sich selber, eine Finsterniß gewesen, welches in der Sanftmuth GOttes gleich als verschlungen gestanden, da es nicht qualitärisch, sondern essentialisch in sich selber ge­wesen , nicht anzündlich; und ob es gleich gebrant har, so ist es doch als ein eigen Prinzipinm in sich selber nur empfindlich gewesen: Denn es sind von Ewigkeit nur zwey ^Prinzipia ge-