h'X'i /rbi: {ff. "-‘A !■ ’ " tiM '' : i V’' 1 -
■■ . . , >jfot!iüty Hilm ' ’ " ■
93ei((tj)c Nv. !♦
ISrUfärangen.*)
Auf das Ansuchen des Herrn K. Em. Müller zu Altdorf, der den Bau der katholischen Kirche in Bern ausgeführt hat, erklären die Unterzeichneten:
Daß bei Beurtheilung der nach erfolgter Ausschreibung eingelangten Baupläne zu dieser Kirche es sich um keine Kostenberechnung gehandelt habe. Die besten und schönsten Arbeiten wurden gekrönt, ohne Berücksichtigung des mehreren oder mindern Aufwandes, den die Ausführung der einzelnen Pläne erfordern würde.
Weder im Programm dieser Baupläne noch bei der Beurtheilung derselben wurde jemals festgesetzt oder nur bemerkt, daß man wünsche, dieser Kirchenbau solle die Summe von Fr. 300,000 nicht übersteigen.
Bern, den 6. April 1862.
Ed. Stettler, Baumeister.
Unterzeichneter tritt vorstehender Erklärung des Herrn Baumeister Stettler bei und bemerkt noch, daß bei der Beurtheilung der Pläne so wenig von der Mehrzahl der Schiedsrichter auf die Frage des Kostenpunktes Rücksicht genommen worden ist, daß vielmehr diese Mehrzahl den wahrscheinlich kostspieligsten für den besten und annehmbarsten erkannte.
- *) Diesen Erklärungen der Herren Architekten, welche der Jury in Einsiedeln beiwohnten, ist auf Seite 3, Zeilen 7 u. 8, gerufen; die Originalien derselben, nebst den Schiedsgerichtlichen Urtheilen, liegen bei mir für Jedermann zur Einsicht bereit.

