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Zögling. Viele Tbiere müssen sich durch den Geruch ihre Nahrüng suchen, wie z. B. die Raubvögel das Aas; andere entgehen durch ihre seine Nase ihren Feinden, wie z. B. die Thiere im Walde dem Jäger.

Lehrer. Dem Menschen dient der Geruch haupt­sächlich auch, den Geschmack zu unterstützen; denn was wir genießen wollen, oder Speisen und Getränke, die wir für schädlich oder für verdorben halten, pflegen wir sehr häufig erst durch den Geruch zu unter­suchen.

Kannst du mir nun auch noch die übrigen Mittel nennen, wodurch wir ebenfalls empfinden oder wahr­nehmen ?

Zögling. Ja; es ist der Geschmack, wodurch wir die Güte und Beschaffenheit der Speisen oder Ge­tränke empfinden und kennen lernen.

Lehrer. Und das Werkzeug des Geschmacks ist?

Zögling. Das Werkzeug des Geschmacks ist die Zunge.

Lehrer. Könnt ihr euch wohl denken, wie der Geschmack der Speisen und Getränke zur Vermehrung der Kenntnisse des Menschen und besonders zur Kennt- niß der Länder und Völker so vieles beigetra­gen? wenn alle Speisen und Getränke auf der Erde einerlei Geschmack hatten, würden wir wohl da viel in ferne Länder reisen, um uns dort Speise» und Ge­tränke zu holen? Ihr sehet daher, wie der gütige Schöpfer für den Menschen überall das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.

Wie viele Arten der äußeren Empfindung haben wir nun kennen gelernt?

Zögling. Wir haben vier Arten der äußeren Empfindung kennen gelernt, Gesicht, Gehör, Ge­ruch, Geschmack.

Lehrer. Merkt euch nun: die verschiedenen Arten äußerer Empfindung oder Wahrnehmung nennt man die Sinne, und die Werkzeuge dieser äußeren Empfin­dung heißen die Sinneswerkzeugc; welche sind diese nun?

Zögling. Die Sinneswerkzeuge sind: Augen, Ohren, Rase, Zunge. -

Lehrer. Und wo haben diese ihren Sitz?