M, Wahrnehmung durch die Sinne.
§. 1. Dre edleren Sinns.
Lehrer. Sage mir, mein Kind, wodurch wirst du denn wohl gewahr, daß der Himmel blau, das Gras grün, das Wasser hell und farbenlos ist?
Zögli-ng. Das werde ich durch die Augen oder dukch das Sehen gewahr.
Lehrer. Wozu dienen uns demnach die Augen oder die Werkzeuge des Sehens?
Zögling. Wir können mit den Augen nicht nur die Farbe, den Glanz und die Schönheit der Dinge, sondern auch die Größe und Gestalt derselben erkennen und unterscheiden. '
Lehrer. Können wir mit den Augen oder durch das Gesicht nicht auch das Rauschen des Wassers, den Gesang der Vögel oder das Krachen des Donners gewahr werden?
Zögling. Nein; den Schall können wir nur durch das Gehör gewahr werden.
Lehrer. Und welches sind die Werkzeuge des Gehöres oder die Glieder des Körpers, mit welchen wir den Schall vernehmen?
Zögling. Die Werkzeuge des Gehöres sind die Ohren.
Lehrer. Nenne mir einige Wörter, wodurch wir einen Schall oder Laut zu bezeichnen pflegen.
Zögling. Rauschen, saußen, klappern, klatschen, klirren, rasseln, rieseln, donnern, knallen, krachen — .
Lehrer. Nun solche Wörter, wodurch wir besonders die Stimmen der Thiere nachzuahmen pflegen.
Zöglinge Heulen, bellen, brüllen, knurren, pfei- 'fen, zischen, schwirren, brummen, blöcken, wiehern, meckern, krähen — .
1

