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bis zu dem Erscheinen des Thierarztes Einhalt zu thun. Aus welchem Grunde ich beide Heilverfahren angegeben, das habe ich in der Einleitung zur Thierarzneikunde auseinandergesetzt.
Der Kastration der Kühe, zum Zwecke anhaltender Milch- produktion und zu einer Ueischerzeugung, welche jener der gemästeten Ochsen kaum nachsteht, habe ich einen besonderen Abschnitt eingeräumt, weil die Vortheile, welche dadurch in anderen Ländern erzielt wurden, so namhaft sind, daß man eine weite * Verbreitung dieses Verfahrens nur wünschen kann.
Mit Vielwissen, mit Gelehrsamkeit wollte ich nicht prunken, sondern ein nützliches, verständliches Handbuch zum Gebrauche des Landwirthes liefern. Wer es versuchte, der hat gewiß die Erfahrung gemacht, daß, einen Gegenstand einfach und allgemein zu behandeln, gerade nicht die leichteste Aufgabe ist.
Das materielle Wohl ist, möge man sagen, was man wolle, die Grundlage alles Wohlergehens. — Diese Wahrheit erkennend, strebt unsere Zeit in dieser Richtung unaufhaltsam vorwärts — ich habe mich ihr angeschlossen und mein Sinnspruch ist: »Wohlergehen für Alle!« Möge so in Erfüllung gehen, was mein Titel verheißt: »Eine Quelle des Reichthumes sür den Land- wirth;« und möge er fleißig an dieser Quelle schöpfen, zu seinem eigenen Wahle und somit auch zu dem der großen menschlichen Gesellschaft.
Pest, im August 1863.
I. Beyse.

