Einleitung.
Welcher vernünftige Oekonom glaubt wohl noch: »Das Vieh sei ein nothwendiges Nebel in der Landwirthschaft?« — Trotz Allem, was bisher für die Hebung der Viehzucht gethan worden, steht es noch an den meisten Orten und namentlich bei dem kleineren Grundbesitzer darin arg im Argen. — Was hilft es, wenn größere Grundbesitzer auf Veredlung ihres Viehes halten — die Summe des Viehstandes aller größeren Grundbesitzer ist unbedeutend gegen die Summe des Viehstandes der kleineren Grundbesitzer. Das heißt also: Alles was bis fetzt geschehen, ist ein kleiner Bruchtheil der vor uns liegenden Arbeit.
Die in stetiger Zunahme begriffene Bevölkerung Europas hat die Preise von Butter, Eiern, Milch, Fleisch durchgehends um 100 % erhöht, und dadurch das Meiste zur Hebung der Viehzucht beigetragen, weil man einen Gewinn dabei einzusehen anfing. Jetzt ist es aber unsere Aufgabe, die Ernährung der immer anwachsenden Bevölkerung zu ermöglichen; Cerealien werden das Bedürfniß auf die Lange der Zeit nicht mehr decken und Fleischnahrung ist ganz gewiß dazu berufen, in ihrer intensiveren Beschaffenheit zu ersetzen, was der Menge der Körnernah- rung gebrechen wird.
Wie gesagt, etwas haben wir schon gethan — aber nur etwas, und dieses Etwas ist sehr wenig! Unsere landwirthschaftlichen Vereine, unsere Prämien sind ein Anfang. Glauben wir aber ja nicht damit genug gethan zu haben. Der Bauer ist selten Mitglied der Vereine; er kauft selten Bücher; einmal, weil sie zu theuer sind, und zum anderen Male, weil sie nicht so verständlich geschrieben sind, wie er sie braucht. Die Bücher und Vereine sind die Mittel, uns selbst zu belehren — unsere
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