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Einleitung.

Pflicht aber ist es, mündlich zu lehren. Eine neue Lehre will ihre Apostel und Jünger haben der Bekehrte muß wieder zum Bekehrer werden, sonst faßt die Lehre keine Wurzel. In allen Ländern weiß man doch geschickt den Bauer zu belehren, aufzuklären, zu verwenden, wenn es gilt, politische Zwecke durch denselben zu erreichen;warum gibt man sich nicht dieselbe Mühe in einer Angelegenheit, die zum Besten der ganzen Menschheit ist? Was hilft alles geistige Wohl bei materiellem Wehe? Oder vielmehr so soll es heißen: ohne materielles Wohl ist kein geistiges Wohl möglich!

Darum wirke ein Jeder in seiner Weise. Der Eine arbeite daran, eine allgemeine bessere Viehzucht herbeizuführen der Andere bestrebe sich, einen vernünftigen Fleischverkauf mit Herstellen zu helfen, wie Eng­land dies uns gelehrt hat, und worin wir ihm nacheifern sollten. (Siehe das Nähere hierüber in dem Kapitel: »Mastvieh.«)

Vor allen Dingen aber wirke jeder dahin, für unsere Hausthiere, diese unsere nützlichen Gefährten, eine bessere Behandlung herbeizufüh­ren. Das Gesetz duldet nicht, daß Jemand seine Kinder grausam miß­handle, ungeachtet Vater und Mutter das Kind erhalten müssen und von ihm keinen Nutzen haben. Warum nimmt das Gesetz sich nicht der Hausthiere an, welche doch dem Menschen nicht nur das Futter wieder einbringen, sondern noch Nutzen dazu? Oder glaubt der Gesetzgeber, er stehe als Mensch zu hoch, um sich mit dem Thiere zu befassen? Eitler Wahn! Wir, die wir die Entstehung,-Entwicklung und Ernährung der Menschen und Thiere kennen, wir finden die Kluft nicht so weit es ist derselbe Stoff, nur unter veränderter Form es sind dieselben Fähig­keiten, nur auf einer verschiedenen Stufe der Ausbildung!

Die Thiere sind unsere »stummen Brüder«! Und wer weiß, ob sie so ganz stumm sind, oder vielmehr, wer weiß, ob wir sie verstehen, oder uns bisher die Mühe gegeben haben, sie zu verstehen. Ich habe in meinem Leben sehr auf die verschiedenen Thierlaute geachtet und bei einem und demselben Thiere die verschiedenartigsten Töne und Kombina­tionen derselben bemerkt. Ich erinnere hierbei nur an Hühner, Hunde u. s. w.

Sei dem jedoch, wie ihm wolle! Jedenfalls ist es unsere Pflicht, die uns zugefallenen Thiere mit Schonung, mit Rücksicht zu behandeln. Ja, der gute Landwirth behandelt seine Thiere mit Liebe, er hält sie gleich seinen Kindern!