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Drittes Hauptstttck.
Blut vermischte Flüssigkeit mit oder ohne Mist von sich; auch Fieber und Krämpfe stellen sich dabei ein. Zur Heilung gebe man schleimige Getränke und jedem Schaf täglich I Maß Kamillenthee, in dem 1—l 1 /, Skrupel Opium aufgelöst ist in 5—6 Portionen ein.
Bei dem Durchfall der Schafe gibt man homöopathisch Ipeeaeuanha, Arsenieurn und Rheurn, gegen die Lämmerruhr Pulsatilla und den Müttern Lnlphnr. Bei der Ruhr ist zuerst Aeoniturn in Verbindung mit einigen Gaben Arsenik zu reichen, hierauf Chamomilla und Rheum.
5. Euterentzündung.
Das Euter entzündet sich zuweilen, schwillt an und geht, wenn nicht Hilfe gebracht wird, leicht in Brand über. Beim Beginne des Nebels helfen andauernde Umschläge van kaltem Wasser oder Waschungen mit Silberglätte und Bleiextrakt; ferner das Auflegen eines Breies ans Milch und großen Zwiebeln. Bei sehr heftiger Entzündung gieße man auf 6 Loth Salbeiblätter 1 Halbe kochenden rothen Wein, decke das Gefäß zu und lasse % Stunde anziehen; mit dieser Abkochung bähe man das Euter einen ganzen Tag; innerlich gebe man einen Absud von halb Wein, halb Wasser mit Kalmuswurzel; der Absud muß vor dem Eingeben durchgeseiht werden.
Homöopathisch gibt man Bryonia, Belladonna und Chamomilla.
6. Die Fallsucht.
Dieses Nebel besteht in plötzlichen Anfällen, bei denen die Thiere wanken, zusammenstürzen, dann unter heftigen Krämpfen mit den Beinen hin- und herschlagen; dabei verdrehen sie die Augen, knirschen mit den Zähnen und schäumen aus dem Munde.
Die Kur, welche selten gelingt, besteht darin, auf dem Kopfe zwei Eiterbänder zu ziehen und mehrere Wochen in Eiterung zu halten. Innerlich gibt man 14 Tage lang jeden zweiten Tag folgende Latwerge ein: Kampfer, Baldrian, Dippelsöl, Belladonnakraut, von jedem l / 4 Quentchen, Teufelsdreck 1 Quentchen, Honig 2 Loth. — Besser thut man jedoch, die mit der Fallsucht behafteten Schafe zu schlachten.
Homöopathisch gibt man einige Gaben Aconitum, hierauf Stra- monium und Cocculus.

