fünftes Hauptstück. Krankheitm der Hunde und deren Heilung. 369

Topfe 1 Loth Baldrian. 1 Loth Pfeffermünze, 1 Loth Kamillen mit 1 Pfund siedendem Wasser, decke den Topf zu und lasse eine Viertel­stunde anziehen. Dann seihe man die Flüssigkeit durch ein Sieb ab und mische unter die Flüssigkeit 1 Seite! Schwefelätherweingeist. Den ganzen Trank gibt manaus einmal ein.

Bei großen, gutgenährten Säuen gibt man innerlich eine Auflösung von */, Loth Salpeter und 2 Loth Glaubersalz in Wasser, bis Abführen erfolgt.

Homöopathisch heilt man das Wurffieber mit Aconitum und Pul- satilla.

V. Hauptstück.

Von den Krankheiten der Hunde und deren Heilung.

I. Augenentzündung.

Die Augenentzündungen bei den Hunden sind meist eine Folge von Schlägen, scharfen Dünsten, Zugluft; zuweilen treten sie auf in Ver­bindung mit der Hundeseuche (8taupe) und endlich sind sie oft eine Folge von zu gutem Futter, übermäßigem Genuß von Fleisch, Fett, von Mangel an Bewegung. Im Anfänge einer Augenentzündung, welche von inneren Ursachen herrührt, halte man den Hund bei sehr knappem Futter, gebe man ihm kein Fleisch, zwinge ihn zur Bewegung und lasse ihn nicht zu lange an einem warmen Orte liegen. Als Augenwasser löse y 2 Quentchen Bleizucker in 12 Loth Rosenwasser auf und wasche 8 1 Ornat täglich die leidenden Augen damit. Sinö äußere Einwirkungen, Schläge, Kratzen u. s. w., die Veranlassung, dann mache man fleißige Waschungen mit reinem kaltem Wasser; bleiben Verdunklungen auf der durchsichtigen Hornhaut zurück, dann befeuchte man das Auge mit einer Auflösung von 20 Gran Zinkvitriol in 10 Loth Kamillenthee,

Homöopathisch beobachtet man dieselbe Diät und gibt bei Augen- entzündungen, von innerlichen Ursachen herrührend, ers^.einige Gaben Aconitum, dann Arscnicum und dann Lupllrosia. Heilt letzteres Mittel nicht vollständig, so gebe Oonium, und wenn das Uebel auf die-

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