Krankheiten der Hunde und deren Heilung.

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man einem mittelgroßen Hunde täglich dreimal folgendes Mittel: 6 Gran Rhabarberwurzel, 1 Gran Ipecacuanha, I Skrupel weißen Mohn­samen. In den hartnäckigsten Fällen gebe man alle 34 Stunden V, Quentchen gepulvertes Harz mit Brot.

Homöopathisch gibt man gegen den Durchfall, vom Ueberfrefsen her­rührend, ArLenieum album; in Folge einer Erkältung Chamomilla.

5. Die Gicht.

Von der Gicht werden meistens Jagdhunde und Stubenhunde be­fallen. Bei dieser Krankheit hinkt der Hund entweder mit dem einen oder dem andern Bein, er schleppt es beim Gehen nach oder zieht es in die Höhe; der Hund winselt und heult, wenn man ihn an dem lahmen Beine angreift. Eine äußere Verletzung bemerkt man nicht, aber die Ge­lenke sind angeschwollen. Man gebe dem Hunde ein weiches, warmes Lager an einem Orte, wo er vor den Einflüssen der Witterung geschützt ist. Man stelle ihn täglich % Stunde lang in lauwarmes Wasser und reibe die angegriffenen Theile. Aus dem Bade herausgenommen, reibt man ihn trocken, wickelt ihn in eine warme Decke und legt ihn an einen warmen Ort. Innerlich gibt man täglich 23mal einen Eßlöffel frisches Leinöl oder guten Thran, bis dünnes Misten erfolgt. Ein weiteres in­nerliches Mittel bereitet man also: Man stößt in einem Mörser zusam­men l Lotb Ammoniakgnmmi, 1'/, Loth Knoblauch und mischt l Loth rothes Enzianpulver dazu, dann arbeitet man t Loth geschabte Kern­seife dazu; aus der teigigen Masse bereitet man 36 Pillen. Ein kleiner Hund erhält täglich 2mal 1 Pille, ein großer Hund täglich 2mal 2 Pillen.

Homöopathisch gibt man Bryonia und Dulcamara; bei veralteter Gicht reiche man diese Mittel abwechselnd mit Nux vomica.

6. Harnverhaltung.

Bei Harnverhaltung gebe man Klystiere von Kamillenthee oder stelle den Hund in ein lauwarmes Bad. Rührt die Harnverhaltung von Blasensteinen her, dann müssen diese durch den Thierarzt beseitigt werden.

Homöopathisch gibt man zuerst einige Gaben Aconitam, darauf » Cantharides. Rührt das Uebel von einem Schlage auf die Nierengegend her, dann reiche man Arnica montaaa.