18
Immerhin habe man sieben Blatt von einer Farbe, in der uns nur der Bube fehlt, so vernichtet eine Quart vom Buben in der Hand des Gegners, unsere Quart vom Zehner sammt der Terz-Major und es bleibt von diesem Vortheile n i ch t s , als die sieben Points des Rummels, wenn ihn der Gegner nicht etwa mit uns gleich hat; hingegen würden sechs Blatt mit Bube in einer Sequenz, zwei und zwanzig, einschließlich des Ru mm e'l s gezählt haben.
Es versteht sich demnach von selbst, daß die schon vorhandenen Sequenzen beim Verlegen alle Aufmerksamkeit heischen, und man keine ohne Noth zerreißen darf; zuvor berücksichtige man nur immer, die Forcefarbe des Gegners,?von der man selbst begreiflich die wenigsten hat; findet man unter diesen wenigen der eigenen Hand denBuben, soistman schon vor einem gar zu großen Spiele des Andern sicher und kann mit einiger klugen Beurtheilung aus der eigenen Karte, mit aller Wahrscheinlichkeit voraussetzen, was ungefähr in der Hand des Gegners stehe; ein nur etwas glücklicher Kauf ist dann wohl im Stande, ein bedeutendes Uebergewicht zu verschaffen. Nur vergesse man nie, daß weit mehr Wahrscheinlichkeit sei, in der Vorhand unter fünf Karten etwas Fehlende s zu kaufen, als in der H i nt e rh and unter dreien.
G. Gevierte und Gedritte.
Auf dieselben nehmen die meisten guten Piquetfpieler, sobald das Verlegen sie etwas ins Gedränge bringt, und ihre Hoffnung auf Gevierte und Gedritte nur auf die niedere Gattung beruht, die wenigste Rücksicht, sondern überlassen es mehr dem Z u f a l l e, ihnen diesen Vortheil zuzuführen; denn da bedeutende Sequenzen nicht nur gewöhnlich mit dem Rummel verbunden sind, sondern auch die Lese sichern, verdienen sie allerdings mehr schonende Aufmerksamkeit, als die Gevierten oder Gekritten, zumal von der nicdern Gattung in der Hinterhand und bei gänzlichem Mangel der Aße oder Figuren von höherem Range.
Vor dem Kaufe finden sich Gevierte schon sehr selten beisammen, und ist es auch dann und wann der Fall, so sind sie gewöhnlich doppelt vorhanden, nämlich bei dem Ei-

