und des Silbers, so zu Augsburg angefertigt worden/' vor Die Feldsilberkammer enthielt an Gewicht gegen 1000 Mark; darin befanden sich zehn Dutzend Teller zu 240 Mark, zehn Dutzend Schüsseln zu 476 Mark, 24 Einsatzbecher u. s. w.

25.

Nicht minder prachtvoll war der Hofstaat der Her­zogin ; bei ihr hatten ebenfalls ein Oberhofmeister mit einer Anzahl Kammerherren uuv Edelknaben, eine Obei- hosmeisierin mit 5 Edelfräulein den Dienst. In mehreren Rechnungen finden wir Belege, wie freigebig und splendid der Herzog für seine Gemahlin sorgte. Für venezianische Tapezcrei in 4 Zimmern der Herzogin werden 690 fl. und einem Juden für nicderländüche Tapeten 500 fl.; einem Maler für die Stuck, so in der Herzogin Zimmer gestellt, 606 fl., und für die Knöpfe auf Zhro Gnaden Kleid 660 fl. gezahlt

26.

Die lebendigste Schilderung von dem Hoflager des Herzogs zu Prag gibt uns der schon oben erwähnte gleich­zeitige Car v e, der in seinem Reisebericht erzählt, wie in dem Schloß eine Leibgarde von 50 Trabanten die Wache dielt, während andere vor dem Schloß und auf den Straßen für Ordnung und Ruhe sorgen. Von 16 Kam­merherren hatten täglich 6 Barone den Dienst, ritter- mäßige, adelige Herren, außerdem 60 Edelknaben, für deren Ausbildung tum Kriegs- und Staatsdienst mehr noch, als für Einübung unnützen Hvfdienstes von dem Herzoge gesorgt wurde; an Galatagen erschien der Hof­staat tti blauem Sammet, mit carmosinrothen Ausschlägen nnd silbernen Schnüren, in rothen Strümpfen und eoc- doanischen Niederschuhen. Einen nicht minder stattlichen