den Obersten Verstowsky, der ausgezeichnet die Violine, und im Nothfall auch das Violoncell und den Contrabaß spielt. Diese schlossen sich den bereits Anwesenden an, die aus dem Herrn Averkieff, der beinahe alle Saiteninstrumente, namentlich aber die Violine vortrefflich spielt, den Brüdern Zwanzofs, beide gute Musiker, und meiner Wenigkeit, als Violinisten bestanden. So hatten wir also ein Quartett und Quintett. Um aber größere musikalische Werke in Angriff nehmen zu können, mußten wir einen Dirigenten haben, und dieser sand sich in Herrn Kindt, Capellmeister des Reserve- Jnfanteriecorps, wie wir keinen bessern hätten wünschen können, und welcher mit feinen ungemeinen Kenntnissen für jedes Theaterorchester eine ausgezeichnete Acquisition wäre. Dem Liebhaber-Quartett schlossen sich einige Musiker unseres Theaters an, und so hatten wir ein vollständiges Orchester. Zu den Gesangspartieen nahmen wir zu den Sängern des Herrn Erzbischofs von Nischnei-Nowogorod unsere Zuflucht, der die Güte hatte, sie zu meiner Verfügung zu stellen, und so waren wir im Stande, unser Repertoir weit über meine Erwartungen auszudehnen und mannigfaltig zu machen. So führten wir im vergangenen Winter folgende Werke auf: Das Stabst Nster von Palestrina (allein für Singstimmen); Bruchstücke aus Händells Messias, einzelne Nummern aus Mozart's Requiem; das letzte der sieben Worte von Haydn mit den Singstimmen, welche er diesem ursprünglich nur für Orchester geschriebenen Werke beigesügt; einen Chor von Sarti und viele andere Chöre; die Symphonie aus C von Beethoven (die erste); die Symphonieen aus 6 6ur (mit der Fuge), und aus G moll von Mozart; die Ouvertüren zu Don Juan, der Zauberflöte, den Hugenotten und

