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(er, wie z. B. Eberlin, Michael Haydn, Adlgasser. Auch Leopold Mozart darf als Zierde derselben betrachtet werden. Wenn auch seine Compositionen das Schicksal so vieler damaliger Gelegenheits­musik getheilt haben, und jetzt in Vergessenheit gerathen sind, so hat sich doch noch Manches erhalten, das ihn als gründlichen Theoretiker und einer höheren Weihe fähigen Componisteu bezeich­net, so namentlich seine Kirchen-Compositionen, darunter eine große Litania de Yenerabili, deren Original-Manuscript im Mozarteum zu Salzburg aufbewahrt wird.

Sein vorzüglichstes Werk jedoch, das ihm auch im Ausland einen bedeutenden Ruf verschaffte, ist sein im Jahr 1756 erschie­nenerVersuch einer gründlichen Violinschule", den er auf seine Kosten zu Augsburg drucken ließ. Es war allerdings zu seiner Zeit der erste Versuch einer gründlichen Methode des Violinspiels, und wie vortrefflich seine Methode sich auch in prakti­scher Beziehung erprobte, beweist die Thatsache, daß sie lange Zeit in ganz Deutschland beliebt war, in mehreren Auflagen und Ueber- setzungen erschien, und noch von Neu ko mm in einer umgearbeiteten Ausgabe auch für die neuere Zeit brauchbar gemacht werden konnte.

Aber nicht blos als Componist, ausübender Künstler und Lehrer verdient Leopold Mozart die Erinnerung der Nachwelt, auch seinem Charakter gebührt die vollkommenste Achtung. Aus dem Briefwechsel, den Leopold Mozart mit seiner Familie geführt hat, kann man ihn ganz erkennen lernen. Er war ein Deutscher von achtem Schrot und Korn, ernst, überlegt, metho­disch, arbeitsam, äußerst sparsam, ein fast pedantischer Freund der Ordnung und gewöhnt, mit fester Hand die Zügel des Hausregi- ments zu führen; ein Mann von unerschütterlicher Ausdauer nnb Rechtlichkeit. Den Großen gegenüber, mit welchen ihn sein Be­ruf so viele Jahre hindurch in Berührung brachte, beobachtete er