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seines Sohnes für den festgesetzten Abend, jedoch mit der ausdrück­lichen Bedingung an, daß er Niemandem ein Wort davon sagen dürfe. Der Andere, welcher in diesem Anerbieten nur ein ver­mehrtes Vergnügen für seine Gäste erblickte, nahm dasselbe mit Freuden an. Am festgesetzten Abende erscheint der vermeintliche Held des Festes in dem selbstzufriedenen Bewußtsein des sicher zu erwartenden Beifalles. Bereits liegt das Manuscript auf dem Pulte; schon haben sich die Liebhaber um das Clavier gruppirt und warten mit gespannter Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden Genuß. Der Professor setzt sich, räuspert und schnäuzt sich. In diesem Augenblicke wird die Thiire geöffnet. Ohne Zweifel ein Gast, der sich verspätet hatte. Welche Ueberraschung, welche Hin­terlist! es ist der gefürchtete Salzburger, er selbst, der Geist Banko's bei Macbeth's Mahle. Jetzt gab es keine Möglichkeit, ihm zu entgehen. Der Herr des Hauses, der Nichts ahnete, driickt sein Vergnügen aus, das ihm zu Theil werde, zwei so ausgezeich­neten Virtuosen Gelegenheit zu verschaffen, sich gegenseitig kennen zu lernen. Man sagt sich die schmeichelhaftesten Dinge, wie man es stets bei solchen Gelegenheiten zu Halter: pflegt. Während aber der Wiener Professor und L. Mozart sich in Artigkeiten erschö­pfen, geht Wolf gang, der in seinem Leben nie lernte Compli- mente zu drechseln, auf die Hauptsache, das heißt, auf das Clavier zu, und spielt das Concert vom Blatte weg, und zwar wie eine Composition, die man zuvor mit allem Fleiße für den öffentlichen Vortrag einstudirt und auswendig gelernt hat! Um aber dem Componisten des Concerts Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, müssen wir berichten, daß sein Gewissen, durch die Bewunderung erweckt, sein Uebelwollen nicht länger mehr die Oberhand behalten ließ. Er konnte nicht umhin, öffentlich zu bekennen:daß er als ehrlicher Mann eingesteherr müsse, daß dieses Kind der größte