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gewiß geschehen; denn ich war schon voll Begierde, zu schreiben, als ich das deutsche Singspiel hörte. Die erste Sängerin, von hier gebürtig, mit Namen Keiserin, ist eine Kochstochter von einem hiesigen Grafen, ein sehr angenehmes Mädel auf dem Thea­ter: in der Nähe sah ich sie noch niemals. Wie ich sie hörte, war es erst das dritte Mal, daß sie agirte. Sie hat eine schöne Stimme, nicht stark, doch auch nicht schwach, sehr rein und gute Intonation. Ihr Lehrmeister ist Valesi, und aus ihrem Singen erkennt man, daß ihr Meister sowohl das Singen, als das Sin­genlehren versteht, wenn sie ein paar Takte aushält, so habe ich mich sehr verwundert, wie schön sie das Crescendo und De­crescendo macht. Den Triller schlägt sie noch langsam, und das freut mich recht, denn er wird nur desto reiner und klarer, wenn sie ihn einmal geschwinder machen will. Geschwind ist er ohnehin leichter. Die Leute haben hier eine rechte Freude mit ihr und ich mit ihnen. Meine Mama war in: Parterre; sie ging schon um halb 5 Uhr hinein, um Platz zu bekommen; ich ging aber erst um halb 7 Uhr, denn ich kann überall in die Logen gehen, weil ich bekannt genug bin. Ich war in der Loge vom Hause Brau ca. Ich betrachtete die Keiserin mit meinem Fernglase, und sie lockte mir öfters eine Zähre ab; ich sagte oft Brava, bravissima; denn ich dachte mir, daß sie erst das dritte Mal auf dem Theater ist. Das Stück hieß das Fischermäd­chen, eine nach der Musik des Piccini sehr gute Uebersetzung. Originalstücke haben sie noch nicht. Eine deutsche Opera 86ria möchten sie auch bald geben und man wünschte, daß ich sie componirte. Der schon genannte Professor Huber ist auch von den wünschenden Personen.

Baron Rumling machte- mir neulich das Compliment:_ Spektakel sind meine Freude: gute Akteurs und Aktrices, gute