VII

des Spiels sein Gegenstand ist, ihr Studium bildete vorzugsweise bei einzelnen Meistern, wie bei dem Galabresen und Stamma, die Individualität, den Gharacter des Spiels. Zu Problemen der Art ge­hören die in der Schachzeitung unter den Num­mern 36, 37, 46, 52, 53 mitgetheilten, und eine vollständige, aber ausschliessliche Sammlung der­selben wird vielleicht die Folgezeit bringen. Die Kunstspiele dagegen umfassen das ganze Reich der Idee, man darf sagen, die Welt; sie wenden die Regeln des Schach an auf Gebilde die schrankenlos sind, wie der Geist, der sie schafft; sie erhalten zuweilen ihren Reiz nur durch irgend einen über­raschenden Vergleichungs- oder Vereinigungspunkt des ganz Entfernten mit dem Nächsten, sie sind gleichsam die Romantik des Spiels.

Wenn, um ein paar Beispiele anzuführen, ein Russe den Rückzug Napoleons von Moskau nach Paris auf dem Schachbrett bildlich darzustellen ver­sucht, durch drei möglichst von einander entfernte Punkte die Lage der drei Hauptstädte andeutet, die Diagonale als Beresina unbesetzt lässt, die an ihrem Ufer mögliche, aber versäumte Vernichtung des Feindes, die Entscheidung durch Reiterei, den letz­ten Schlag endlich in der feindlichen Stadt durch den Kaiser selbst bildlich darstellt, und durch sinn­reich componirte Stellungen zu allen diesen Resul­taten gelangt, so mag das gekränkte Nationalgefühl des Franzosen zwar erklärlich erscheinen, aber selbst er wird, einen unpartheiischen Standpunkt