so ziehe in deiner Krankheit den Arzt zu Rarhe, und folge ihm mit Vertrauen. *)
Sobald du dich übel fühlst, suche vorzubeugen , daß deine geringe Krankheit nicht in eine unheilbare übergehe. **) — Eine zu späte Hülfe quält länger den Körper, fordert mehr Auslagen, und halt dich von allem Verdienste und von aller Pflichterfüllung ab.
Scheue die Arzney nicht deßhalb, weil sie widerwärtig ist; denn Böses muß man mit Bösen vertreiben. ***)
Erfülle die Anordnungen deines Arztes auf das Genaueste; sie bezwecken ja deine Erhaltung.
Verzage nicht, wenn die vorgeschriebene Arzney nicht gleich hilft. Das Uibel kommt wohl geritten; es geht aber zu Fuße weg.
Wenn du zur Herstellung deiner Gesundheit nichts versäumt hast, und dir gleichwohl nicht geholfen wurde, so ist doch dein Gewissen vorwurföfrey; und diese Beruhigung erleichtert dir alle Leiden.
*) Ehre den Arzt der Nothfalle halber; denn der Allerhöchste erschuf ihn. Ecel. 38. kap. f. v.
**) Vor der Krankheit brauche die Arzney. Eccl. 18. kap. 2o. v.
***) Der Allerhöchste hat die Arzney aus der Erde erschaffen, und ein weiser Mann wird keinen Abscheu davor haben. Ecel, 28. kap. 4 . v.

