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Viel wissen ist schön; cs ist aber besser, weniZ und gut, als vieles oberflächlich zu wissen.

Suche deine Beurtheilungskrast vorzüglich zu scharfen, denn diese leittt dich am ersten zum Zweck.

Uibe dein Gedachtniß; denn du weißt nur das, woran du dich erinnerst.

In einem jeden Stande mußt du dich stets an Leine Pflichten erinnern, um die Ausübung derselben nicht zu unterlassen. Lerne von deiner ersten Jugend an täglich etwas auswendig, jedoch nur so etwas, was du versiehst; so wirst du dein Gedachtniß zu« gleich mit dem Verstands stärken, und erhöhen.

Glaube nie, daß du Zu viel lernest. Je mehr du weißt, desto bester wirst du einsehen, daß du allzuwenig wissest.

Schäme dich nicht von einem Geringer», oder selbst von deinem Feinde, und in deinem reifer» Al. rer zu lernen; denn Niemand ist zu alt zum lernen.

Um deine verschiedenen Pflichten erfüllen zu können, lerne die Hilfsmittel von den Hindernissen genau unterscheiden. Jene suche mit Sorgfalt her­vor ; diese trachte aus dem Wege zu räumen.

Erhalte dich so viel als möglich ist, von Vor- mtheilen, und fremden Meynungen frey; suche dich irnmer selbst von der Wahrheit zu überzeugen.

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