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werden soll. Will man die Widder nicht auf einmal, sondern abwech­selnd-und nur bei der Tageszeit unter die Mutterschafe zulassen, so verrichten 3 Widder bessere Dienste, als dort 5; dieses wird jedoch in beiden Fällen, wie bereits im ersten Theile dieses Merkchens erwähnt wurde, widerrathen, und das. sogenannte Belegen aus der Hand in 5 Fuß langen und 4 Fuß breiten Verschlügen mit einer Methode an­gerühmt, bei welcher es nur allein möglich ist, die Begattung so zu .leiten, daß jedes Mutterschaf seinen bestimmten Widder erhalte, wo -derselbe nicht nur ungestört in voller Kraft sein Geschäft gehörig verrichten, sondern auch weit mehr geschont werden kann, als wenn er unter der Mutterheerde sich befindend nach Willkür nutzlos seine Kraft durch viele wiederholte zwecklose Sprünge bei einer einzigen Mutter, welche oft in ihrem geilen Zustande 30 Sprünge nach ein­ander aushält, an einem Tage verschwendet. Das Geschäfts des Be- legens darf erst dann seinen Anfang nehmen, wenn ein bedeutender Theil der Mutterschafe brünstig wird, weil sonst die Begattung langsam vor sich ginge, und die Lämmer in wesentlich verschiedenen Zeiträumen, wodurch sonach die Aufzucht derselben erschwert wird, zur Welt -kommen würden. Den zur Begattung gewählten Widdern kann außer den ihnen bereits umgehängten Numern noch eine besondere Numer gegeben, und sodann können beide Numern im Belegungsregister vorgcmerkt werden. Will man, ohne in das Belegungs« und Stammregister Ein­sicht nehmen zu müssen, zur Zeit des Lammens gleich bei der Geburt erfahren, von welchem Widder das Lamm abftammt, so muß der Widder während des Belegungsgeschäfte's so viel Numern an. verschiedenen Theilen seines Körpers erhalten, als er Schafe besprungen hat, und ebenso erhält ein jedes Schaf, wenn es den Sprung empfangen, die Numer des Widders. Das Zeichnen der den Schafen und Widdern beizufügenden Numern geschieht der Dauerhaftigkeit wegen gewöhnlich mit Indigo, und zwar auf folgende Weise: Man breitet die Wolle an dem Orte, der mit einer Numer oder auch mit einem andern Zeichen versehen sein soll, aus einander, feuchtet die Haut etchas an, und sodann reibt man die Numer mit Indigo ein. Uiber das Ver-