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allen Meistern. Wenn Leopold Mozart nicht ausdrücklich dazu berufen erscheint, die Erziehung seines Sohnes zu leiten, so müssen Nur aushören, an Endursachen §n glauben.
Sobald das Kind die Finger auf das Clavier gesetzt hat, erkennt der Vater als Christ und Musiker das Wunder an; er sieht ein, welche Methode mit einem solchen Schiiler einzuschlagen ist; er läßt Spiel und Composition gleichen Schritt mit einander gehen; der Schüler spielt und studirt alle Tonsetzer ohne Unterschied, wie sie ihm in die Hände fallen. Wozu sollte man auch eine Auswahl treffen, warum dieses doppelte Studium stufenweise weiter führen! Was das Kind sieht, spielt es auch; was man ihm erklären will, weiß es bereits. Mit zwölf Jahren kennt Mozart Bach und Händel, Hasse und Granu, wie auch die alten und neueil italienischen Componisten auswendig. „Es gibt keinen Meister, so wenig er auch bekannt sein mag," sagt er uns, „den ich nicht ein oder mehrere Male in meinem Leben studirt hätte." Reisen sollten Das vollenden, was diese universale Erziehung begonnen hatte. Zwanzig Jahre lang sehen wir Mozart fast unaufhörlich umherirren, die Länder besuchend, in denen er Gewinn für seine Studien fmbeit konnte, wobei er sich durch die Praxis mit dem musikalischen Genius der Nationen vertraut machte, welche sich nach Geschmack und Systemen von einander unterschieden, sich in allen Styleil versuchte, sich in allen Gattungen einübte, alle Weisen sich zil eigen machte: Italiener in Mailand, Franzose in Paris, Deutscher in Salzburg, Engländer in London, Melodist für das Publikum, Fugist vor dem Tribunale des Pater Martini, überall Virtuose und Componist nach der Mode, und bald darailf die Mode mit Füßen tretend, brach er auf immer mit km Glücke, um dem Rufe des Geschickes zu gehorcheil,

