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welches beschlossen hatte, daß er unbekannt leben und jung sterben solle.
Niemand zweifelt daran, daß die Werke des Genius, die wahrhaft originellen Werke, nach dem Ebenbilde ihrer Urheber geschaffen seien. Man erkennt in den Hauptzügen, welche die Weise eines hervorragenden Künstlers auszeichnen, die Eigenthümlichkei- ten seiner Seele, die Art von Eindrücken, denen er sich vorzugsweise hingibt, und häufig selbst die Spuren seines äußern Geschickes. Je größern Einfluß gewöhnlich ein Künstler auf den Geschmack seiner Zeit und die allgemeine Richtung der Kunst geübt hat, um so mehr ist dieser individuelle Eindruck bei ihm selbst sichtbar. Wir brauchen dasiir keinen andern Beweis, als die beiden Männer, welche der auf Mozart folgenden Epoche ihren individuellen Stempel, jeder in seiner Art aufgedrückt, und sich in ihren Werken mit einer so erstaunlichen individuellen Treue abgemalt haben: Beethoven und Rossini. Welche Extreme, im Guten wie im Schlimmen, drücken sich in diesen zwei Namen aus! Rossini, das verhätschelte Kind seiner Zeitgenossen, strotzend von Gesundheit und Kraft, ein schöner Mann, wenn wir den Abbildungen, die von ihm eristiren, Glauben beimessen diirfen, dem das Glück nach allen Seiten lächelte, wie seine Biographen versichern, lebhaft und sprudelnd und geistig wie der Champagner, ein Freund von Reisen, auf denen er die goldenen Lorbeeren erntete, die unter der Melodie seiner Schritte wuchsen; ein Künstler, der keine anderen Götter kannte, als den Erfolg, das Vergnügen und das Geld. Man wende aber die Blicke und sehe auf den andern Musiker, der sein ganzes Leben lang auf einen Fleck festge- bannt bleibt, wo er Wurzel gefaßt und traurig vegetirt zu haben scheint, gleich einer kranken Pflanze; ohne Familie und beinahe ohne Umgebung zu Hause, abgeschlossen von der Welt durch ein

