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Gebrechen, welches, wie kein anderes, der Geselligkeit im Wege steht, eine völlige Taubheit, ein Junggeselle, der nie sich zu ver- ehlichen getrachtet hat, ein Hypochonder, dessen Seele, in einem von Leiden niedergedrückten Körper mehr einer Gefangenen als einer Bewohnerin gleichend, durch die Macht seines erhabenen Genius in die Geheimnisse der künftigen Eristenz drang, welche ihm die Musik enthüllte; der melancholischste unter allen Menschen, der unter einer eisigen Rinde das wärmste Herz und die edelsten Eigenschaften verbarg; ein Stoiker aus System und ein wohlthä- tiger Murrkopf aus Grundsatz. Nun wohlan, bilden nicht die Werke Beethovens und Rossini's das reinste Spiegelbild ihres Jchs? Man sieht sie, man kennt sie, man ist der Begleiter aus ihrem Lebenswege und ihr innigster Vertrauter, wenn man sie Hort.
Wir begreifen diese beiden Menschen und Musiker, die beiderseits so ganz mit sich selbst übereinstimmten. Was finden wir aber, wenn wir Mozart's Charakter nach Thatsachen und Ueber- lieferungen studiren? Wir finden diesen Charakter der Art, als wenn er aus einer Reihe psychologischer, aus den fabelhaften Arbeiten des Musikers gezogener Folgerungen hervorgegangen wäre; eine ebenso fabelhafte Individualität, die Gabe einer reichen Phantasie, die ihm nach Belieben zu Gebot stand, vermittelst der er den Schlüssel zu einem Räthsel zu gebm im Stande war, das sonst keinen gehabt hätte. Leicht entzündbare Sinne und ein philosophischer Geist, ein von Zärtlichkeit überfließendes Herz und ein für den Calcul wunderbar organisirter Kopf; aus einer Seite Hang zum Vergnügen, eine Mannichfaltigkeit von Liebhabereien und Neigungen, welche ein sanguinisches Temperament charakterisiren, auf der andern Seite diese hartnäckige Beharrlichkeit in der Arbeit, diese Tyrannei einer ausschließlichen Leidenschaft, diese Tod brin-

