sdee Hellsbedingnisse, hat der Herr nlemal gesetzt noch gefordert. Der Herr hat nirgend jemal einen andern Glauben von feinen Anhängern gefordert; oder irgend einige besondere Lebrpunkte dergleichen die später hinzugekommene, und von den Kirchen er­fundene Glaubensartikel sind, zu Heilöbedingnissen gesetzet.

Dies ist denn seligmachender Glaube, wenn es anderst nicht bloS ein Maulglaube, ein Maulbekenntniß ohne Einstimmung des Her­zens, sondern aufrichtiger, herzunterwerfender Glaube ist; wenn du von ganzem Herzen glaubest, wie die Schrift ausdrü­cket, Apostelg. 8. 37 - , ,

Nun aber ist Jesus Christus der nämliche Gestern und Heute, und derstlbiae in Ewigkeit, Heb. iz, 8. Bey Gore ist, keine Unbeständigkeit zu denken, kein Wechsel noch Wandel möglich. Was einmal hinlänglich und erforderlich war zu unse­rer Gnadenannahme, das ist allezeit eben so hinlänglich und eben so nothwendig. Auf die nämliche Bedingnisse hin, auf welche dev Herr je einen Sünder angenommen, auf die nämliche mag es je einiger anderer Sünder wagen, und er wird angenommen wer­den. Da ist niemand, der etwas hieran ändern kan. Was dann einmal seligmachendee Glaube war, das bleibet je und allezeit seligmachender Glaube. Anmit fallen auf einmal alle die später hinzugekommene kirchliche Glaubensartikel weg, und können solche keineswegs solche Bedingnisse seyn, an welche unser Heil und Seligkeit gebunden wäre; denn Christus hat sie nicht zu solchen gemacht. Wo hat Christus jemal einigen Menschen über einige von diesen kirchlichen Spitzfindigkeiten zu Rede gestellt? Wo hat er je- mal gefraget: Glaubest du dieses, und glaubest du jenes? Dia Frage beruhete immer auf einem einzigen Punkt. Kanst du es glau­ben, unerachtet des geringen ausserlichen Ansehens, daß ich es bin- daß ich derjenige bin, von dem Moses und die Propheten geweis» sa^et? Ioh. 5, 45. Wer es konnte und glaubte, der war sein Jünger, und wenn er standhaft hierinne beharrete, so ward er selig» Wir sehen nicht, daß seine Jünger einigen andern Glauben mit­brachten, wenn sie angenommen worden.

In dem nämlichen Geist handelten auch seine Apostel. Kein» anderer Rath, noch irgend eine andere Weisung war je von die­sen treuen Zeugen seiner Auferstehung jemanden gegeben, dem eS ein Ernst war darnach zu fragen, was er thun solle, damit ev selig werden möchte, als der, mit einem bußfertigen Herzen-an. den Herrn Jesum zu glauben, Apostelg. 16, 31. c. 2, 38. Ja, sie» haben auf.das deutlichste und bestimmteste diese Wahrheit erklär ret, daß darinne die Quelle alles unseres Heils liege, daß wie glauben, daß Jesus der Sohn Gottes, der verheißene Meßias, Welterlöser sey.

r Ioh. 5, i. wer da glaubet daß Jesus sey der Christ, der Meßias, der ist von Gott geboren. V. 4. 5. Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt: und im? Hr Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hgt.