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Intern Gott zu versöhnen, und sie zu dem Ende durch den Geist Got­tes, dessen Fülle ihm zu dem Zweck mitgecheilt wurde, abermal zu Gottes Kindern zu zeugen, und so zu Erben Gottes, und Miterben des Reiches mit dem Gesalbten wieder zu gebären. Das ist, ein in­nerliches Gnadenwerk in der Seele des Menschen durch Gottes Geist vollbracht, sobald dieselbe durch eine aufrichtige Annahme Jesu in die­sem Charakter, und herzliche Glaubenöunterwürfigken unter ihn als einen solchen, dessen empfänglich gemacht worden ist. Die wirkliche Vollbringung dieses grossen und durchaus nöthigen Gnadenwerkeö wird die Seele dadurch gewahr, daß ihr die Bürde ihrer Sünden, un­ter der sie eine Zeit als einer unerträglichen Last geseufzet, und in Ab­sicht auf Befreyung nach dem Sohn Gotreö im Glauben sich gesehnet, fetzt auf einmal von ihrem Gewissen abgenommen, und Friede und Freude, sie weiß nicht wie e6 ihr geschieht, Joh. Z, 8. in ihrem In­nersten ausgegossen wird, daß sie nun mit voller Zuversicht sagen kann: Ich weiß daß mein Erlöser lebet. Dies ist das Gei- steszeugniß wodurch der Geist Gottes unserem Geiste Zeugnis giebt, daß wir so wissen, daß wir Kinder Gottes sind, Rom. 8, 16. Wo dieses Zeugniß lebhaft und unbewölket ist, da stammelt man sein Abba dem himmlischen Vater mit eben so viel Zuversicht entgegen, als daS Erdenkind gegen seinen irrdischen und leiblichen Vater aus- sert. DaS ist die Wiedergeburt, ohne welche niemand in das Reich Gottes eingehen kann; ja, ohne welche ihm daö Reich Gottes ver­borgen und ein Geheimnis bleibet, das er nicht verstehen kann, Joh. Z, 5 und Z. Die Geburtsschmerzen währen eine längere oder kürzere Zeit, fe nachdem der Sinn aufrichtig ist, oder nicht, je nachdem daö Herz sich vollkommen ergiebt, oder allerlei) geheimen Vorbehalt machet, und unter all dem guten Schein doch noch mehr oder weni­ger Falschherzigkeic bemäntelt. DaS ist dem Herzenökündiger be­gannt, obwolen es oft der sich selbst betrügenden Seele verborgen ist, und so immer den Unglauben in ibr noch mehr bestärket und vermehret, daß sie Gott heimlich einer eigensinnigen Partheylichkeit beschuldiget, und es sie dünkt, als ob Gott sparsamer und karger ge­gen sie sey, als gegen einigen andern Menschen. Je mehr diese Ge­sinnungen geheget werden, wenn gleich noch so heimlich, je weniger kann das Kind Gottes zum Vorschein kommen. Von Seiten Got­tes ist je kein Aufenthalt Aller Aufenthalt ist von Seite des Men­schen. Gott handelt nicht nach Grillen und Einfällen, und ist nicht eines veränderlichen Humors wie wir Menschen. Die Gnade die er zusagt, und in Jesu Christo zugesaget hat, ist frei), und er theilt sie den Augenblick mit, als der Mensch geschickt ist sie anzunehmen, und das ist der Augenblick, da der Mensch allen Eigensinn fahren läßt, sich selbst als ein hülflofts Geschöpf, als einen fiuchwürdigen Sünder erkennet, für den kein Heil als nur in Jesu zu hoffen ist, sich so unter Iesum beuget, und anmit in Unterwürfigkeit, ja volle und herzliche Unterwürfigkeit unter den Vater zurück gebracht wird. Ohne daß dieses Gnadenwerk in der Seele vorgegangen ist, ist man kein Christ. Dadurch, nämlich durch diese Feuertaufe des Geistes Gottes, gehet man in die Kirche Christi ein, und wird ihr Mitglied,