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auch gut geheissen. Da war aber doch schon einige Erkaltung dec Liebe, und ein Abweichen von dem ersten reinen Eifer für Gottseligkeit. ES war zu viel Kopfgrübeln über allerley Tiefen der Gottheit. Liebhaberey für derley Grübeleyen nahmen mehr und mehr überhand. Darum wird die Kirche auf ihre besseren Anfänge, auf ihren ersten reineren Eifer zurück gewiesen. Sie befolgte aber diese Warnung nicht pünktlich genug. So wird ihr Leuchter bev Seite gestellet, und der Smyrnische tritt an dessen Stelle.
Wir wissen, daß da Lehrer waren, die für Moses und das Gesetz eiferten.
Wir wissen, daß die fabelhafte orientalische Philosophie ben vielen Christen beliebt war, und manche andere auch von den griechischen philosophischen Systemen ihre Liebhaber und Anhänger hatten, die sie mit den christlichen Wahrheiten buntscheckigt in eines zusammen mischeten zum Nachrheil des göttlichen Lebens unter den Christen. Daher die Gnostiker—Gelehrte.
Verschiedene von diesen Lehrern mögen bereits den herrschsüchti- gen Geist in sich gehabt, und verschiedentlich geäußert haben, der in den folgenden Zeiten so viel Schaden that. Alle diese mögen Niko- laicen, so viel als Volköunterrrerer von Loas Volk, und iNikos ein Beherrscher, Uebetwinder, heissen.
Die Apostelgeschichte und Briese der Aposteln geben im Allgemeinen deutliches Zeugniß von diesen Umständen der ersten Kirche, Apg. 2, 45. K. 4, 35. verglichen mit K. 6 K. 15. der ganze Brief an die Galater; die Briefe an Tituö und Timotheus, und überhaupt alle die Paulinischen Briefe, 2 Per. 2, i. und 1 Ioh. 4, 1. und 2 Ioh. 1, 10. K. 3, 10. Hebr. 13, 1. y. Jac. 3, i. u. f. Jod. 4. u. f.
Der Titel, den der Herr in diesem Sendschreiben annimmt, erinnert die Kirche zu ihrem Trost, daß er ihr Haupt und Beschützer ist. Er halt die sieben Sterne in seiner rechten Hand, und niemand wird sie ihm aus der Hand zu reissen vermögen. Er wandelt zwischen den Leuchtern, aufmerksam, wachsam, daß das Licht nicht verlösche, K. 2, i.
Die Verheißung Vers 7. beziehet sich auf die folgende Periode, da es Entschlossenheit fodern wird, dies zeitliche Leben für den Herrn aufzuopfern. Da verlieren aber die nichts dabey, die von dem Baum des Lebens selbst qespiesen werden, denen es folglich nicht an Leben mangeln kann, wenn gleich der rothe Drache seine Furie an ihnen auölassen wird.
2. In der Smyrnischen Periode wird die Kirche durch die bittere Arzney der heidnischen Verfolgungen von dem in voriger Periode schon einzureissen anfangenden Verderben zum Theil geheilet, zum .Theil verwahret, daß eö nicht weiter um sich greifen kann.
Die Disputirsuchr würde eö unter oen Grübelköpfen gewißlich viel bälder zu einem Ausbruch von Heftigkeiten gebracht haben, wenn sich die Christen nicht vor den Heiden immer hätten fürchten, stille halten, und mehr und mehr sich nahe einander anschliessen müssen. So bald dieser äussere Drang hinweg war, brach das Feuer polemischer Konrroversien mit einem mal auS, und in kurzem stand dis- ganze Kirche lichterloh in Flammen.

