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Kapitel 8. Vers i....

Thier und das lammähnliche Thier gemustert ins Feld zu rücken. Nachdem der erste General der rorhe Drache gestürzr ist, verschan­zet Antichrist sich in Babylon, und aus diesem verschanzten Lager bestreitet er nun die Kirche Christi. Die wirkliche Erscheinung die­ser Generale im Feld, und ihre Verkettung in Babylon, gehöret zum dritten Akt. Dieser Akt begreifet, K. 8- K. 9. K. io. K. n.

Welches alles sich denn weiter füglich in seine besondere Scenen abtheilen läßt, überhaupt scheint sich alles in diesem Akt auf Anti- christö Seite zu lenken.

Vierte Scene. Die sieben Engel mit den sieben Posau­nen treten auf. Der erste Engel blaset seine Posaune, K. 8, i. 7.

Diese feyerliche Handlung sangt sich an, und wird eingeführt mit der Weyrauchsopferung an dem Rauchaltar.

Auf das Blasen der ersten Posaune fällt ein mit Feuer und Blut gemischter Hagel auf die Erde, davon alles grüne Gras, und der dritte Theil der Baume versenget werden.

Auslegung.

Die Wichtigkeit der nun aufzuführenden Begebenheiten erfodert, daß solche mit einem feyerlichen Anbetungsakt eingeführt werden.

Es wird im ganzen Himmel eine plötzliche und seltene Stille, wie in einem Schauspielhause, wenn es scheint, als ob Dinge von besonders grosser Wichtigkeit aufgeführec werden sollen.

Indem alles Aug und Ohr ist, treten sieben Engel mit Posau­nen auf das Theater. Eine Posaune ist in Israel bekannt als ein kriegerisches musikalisches Instrument; dem Heere Warnung, oder Zeichen zum Angriff oder Ausführung irgend eines anderen TheilS kriegerischer Taktick zu geben, Z Mos. io, 9. Man bediente sich auch dieses Instruments bey dem Tempeldienst, beydeö Fest- und Fasttäge auSzurufen, Joel 2, i. So sind wir immer noch im israelitischen Lager nahe der StiftShütte.

Der Rauchalcar versichert unö unseres Standorts noch vollkom­mener. Alldiewiel da Antichrist der Kirche mit Ausführung seiner listigen, und feindseligen Anschläge zusetzen würde, werden die treuen Gottesdiener nicht aufhören zu dem Herrn zu seufzen, ihm ihre Noch zu klagen, für sich und die Erhaltung seiner Kirche ihre Gebete zu ihm hinauf zu senden. Dies wird hier sinnbildlich durch die Opferung des Rauchwerks vorgeftellt, und dies wird Antichrist nicht hindern können z denn die Engel mit den Posaunen dörfen diesen Anbecungedienst nicht stöhren, sondern müssen inne halten, bis das Rauchwerk geopfert ist.

Das Gebet der Kirche wird auch nicht vergeblich feyn. Es stei­get auf vor Gott; immer ein guceS Omen! und em ganzes Rauch­faß voll glüender Kohlen vom Alcar genommen, wird auf die Er­de geschüttet. Als Jsaiaö Lippen nur mit einer glüenden Kohle vom Altar berühret wurden, ward er vereiniget, und zum Dienst Gottes geschickt, und willig gemacht, Jsa. 6, 5. 9. So wird