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Zweyte im- dritte posaunt 7z
MV > Cie siegen auch und das römische Ne ich fällt ißnen zur Beute M n heim, zum Theil erst verheeret von ihren Waffen. Da wird viel fil Blut vergossen. Das Meer wird stark von Blue gefärbet. Die alte Regierungen, Regenten, und Regierungstheilhabce werden grossentheils aus der Regierung geworfen, verlieren ihr politisches Leben. Die Barbaren theilen sich in die schöne Reichsprovinzen- und jede Horde reißt hievon an sich, so viel sie kann. Darüber geht ein grosser (der dritte Theil, ein beträchtlicher Theil) der Schiffs zu Grund, und die Horne des Thiereö werden gebildet, das spater hin zum Vorschein kommen wird, K. 13, r.
Inzwischen wird der Berg doch vom Meer verschlungen; nicht aber verschlingt der Berg das Meer. Die Barbaren nehmen meh- ventheils die römischen Gesetze und Einrichtungen an, verlieren sich' durch Zwischenheurathen unter einander so, daß nicht einmal der Rame, und fast keine Spur von den Eroberern überbleibet.
Ein seltsamer und bewerkenswerther Umstund ist es, daß durch Vermischung der barbarischen Sprachen mit der römischen eine Menge neuer Sprachen, wie ein neues Babel entstehet, und sich über ganz Europa verbreitet, zu eben der Zeit, da die Kirche zu einem geistlichen Babel wird.
Wir werden sehen, K. IZ. wie diese Weltänderungen Antichrist zu seinen Absichten dienlich waren, solch ein Weltregiment aufzu- stellen, das sich zu seinem Plan schickte.
Sechste Scene. Der dritte Engel posaunet, K. 8, io. n.
Ein Stern, der wie ein Irrwisch brennet, und Wermuth heißte fällt vom Himmel.
Der verbittert den dritten Theil des Wassers so, daß manche Menschen hieran sterben, indem er auf die Flüsse und Brunnquellen fallt.
Auslegung.
Um die Zeit, da die Christen im weltlichen Regiment des römischen Reiches die Oberhand zu bekommen anfiengen, fieng auch die Lehre, daß man Reyer und Abtrünnige, an denen man die gelinden Velehrungsmittel vergeblich versucht hatte, mit allen Arten zeitlicher Strafen, auch mit Verbannung und Tod eben so gut als einige andere Staatsverbrecher, ja mit besserem Recht, als solche, die sich eines Hochverrats gegen Gott und seinen Gesalbten schuldig macheten, bestrafen, und verfolgen dörfe, und solle, an öffentlich gelehret und vertheidiget zu werden. Unter den Verfechtern dieser Lehro zeichnete sich haupsächlich Augustinus in seinem Streit mit den Do- naristen aus. Augustinus hatre die Lieblichkeit des Herrn einst ge- schmecket, wie aus den Büchern seiner Bekenntnisse deutlich erhellet/ und er war einer der hochgeachtetesten Kirchenlehrer seiner, und dev folgenden Zeiten. Er mag wohl der Srern seyn, der in dem Schimmer seiner logischen Witzelet) wie ein Irrwisch vom Himmel fällt/ und ein irreführendes Licht verbreitet.
Diese bittere Lehre ist der falsche, und blutdürstige Eifer für Rechtgläubigst, der der Lehre und dem Stempel Christi, und
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