Ah! es lag ein unaussprechliches Etwas in diesen Tönen, ein Etwas, das ihm anders als schwesterlich klang.

> Weshalb so still, mein Bruder?

Bruder! antwortete er leise, ohne sein gedanken­volles Auge von der schimmernden Wasserfläche vor ihnen zu erheben, bin ich wirklich Dein Bruder, Mi­rabella?

Und weshalb willst Du mein Bruder nicht sein/ Giulio? fragte sie mit bebender Stimme, ihr großes, schwimmendes Auge zu ihm erhebend.

Weil ich Dein Bruder nicht bin, weil ich Dein Bruder nicht sein kann, Mirabella . . . Lege Deine Hand auf mein Herz . . . fühlst Du es schlagen?

Eine glühende Röthe überflog ihr Gesicht, als er ihre Hand ergriff und ihren leichten Widerstand besie­gend an sein Herz legte, das in zitterndem Ungestüm pochte.

Klopft das Herz eines Bruders so,- wenn es die Hand einer Schwester berührt?

Ich weißes nicht, Giulio, antwortete sic stüsternd und ihre Hand sanft aus der seinigen ziehend; wir sind erst seit kurzer Zeit vereint und ich habe, wie Du weißt, niemals weder Schwester noch Bruder gekannt, außer Dir.