21

rjcis

-: |

d: |

Ä' ji

(ff- *

'#!' :l 'W'

',*)!;

*!);'

jrt-

" >>

0

i

lichst geringen Opfern verschafft, und er vor der nabe liegenden Gefahr und den Nachtbeilen der Entwaldung oder Waldverwüstun- gen gesichert wird. Die Wälder find in zweifacher Hinsicht von Wichtigkeit; erstens, durch ihren Einfluß auf Klima, Witterung und Fruchtbarkeit des Landes, und zweitens, durch die Nutzbarkeit ihrer Erzeugnisse. Groß ist daher der Verlurft, welchen ein Land durch unbesonnene Hiebsführung und leichtfertige Waldausrottung erleidet. Obwalden, als Einer im Verhältnis seiner Oberfläche der waldreichsten Kantone der Schweiz, könnte bei einem geregelten Forstwesen nebst seinem eigenen Bedarf jährlich für eine bedeu­tende Summe Holz ausser Lands verkaufen, und würde in Folge der Zeit schönere und- holzreichere Waldungen besitzen, als jetzt. Allein wo theils die Plenterwirthschaft, welche die Kindheit des Forstwesens bezeichnet, theils die nicht minder verderbliche Kahl- schlägewirthschaft als einzige Hiebsführungsmethoden gelten, ist der Ruin der Alpenwälder unvermeidlich. Es ist sich daher im Hinblicke auf die mangelhafte Forstwirthschaft und den großen Holz- verbrauch, der durch die tausend und tausend Hecken, an denen gar oft das Holz wahrhaft verschwendet ist u. s. w., herbeigeführt wird, nicht zu verwundern, wenn jetzt schon in einigen Gemeinden über wirklichen Holzmangel begründete Klagen vernommen werden. Als fernerer Beweis des traurigen Zustandes unseres Forstwesens mag auch die Bemerkung dienen, daß selbst die nutzbarsten und vor­züglichsten aller Alpenbäume, die Arve und insbesonders die Lärch- tanne, in unfern Waldungen so äusserst selten sich mehr vorstnden, ja daß sie in die abgelegensten und unzugänglichsten Gebirge vor den Nachstellungen der Hirten sich zurückgezogen zu haben scheinen. Und doch sagt die Legende, daß der sel. Friedensstifter Niklaus von Flüe in seiner Einsiedelei oft unter Lärchen ruhte und manch bejahrter Hirte weiß noch von Lärchtannen zu sagen, die einst da und dort ob der jetzigen Vegetationsgränze unserer Holzarten ge­wesen sind. Möchte doch endlich auch in unserm Lande für die künstliche Wiederbesamung des Waldbodens mit diesen vorzüglichen Forstbäumen nach Verdienen gesorgt werden!

Schließlich sei hier noch des wohlthätigen Rathes gedacht, den der vortreffliche Kasthofer den Bewohnern des bern. Hochge­birges zur Vermehrung ihrer Schafzucht gab: einen großen Theil der Waldungen mit solchen Holzarten in Bestand zu setzen, die nebst dem Holzertrag durch ihr Laub diesen Thieren zu einem ge­sunden und nahrhaften Winterfutter dienen. Die Vortheile, die auch unserer Schafzucht, deren Vermehrung die theuren Heupreise so sehr entgegen sind, aus einem solchen Verfahren erwachsen wür­den, leuchten von selbst ein.

Fürwahreine unfern Verhältnissen angepaßte geregelte Forft- wirthschaftspslege ist unserm Lande unumgänglich nothwendig, und eben weil Brenn- und Nutzholz für häusliche wie gewerbliche Zwecke ein unentbehrliches Bedürfniß ist, so soll von Seiten der Staatswirthschaft mit aller Sorgfalt auf möglichste Kulturverbesse-