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Um sich solche Maulbeersträuche zu erziehen, muß gleich in der Baumschule das Stämmcheu sehr niedrig gehal­ten und nur einige Zoll ober der Erde mittelst Pfropfen, Co- puliren oder Oculiren veredelt werden.

Die Strauchbäume sollen daher alle veredelt werden, weil der gemeine weiße Maulbeerbaum als Strauch gezogen, zu sehr buschig und struppig wird.

Das Beschneiden geschieht gleich in der Baumschule, und wird auch in der Folge so fortgesetzt, daß die Strauchbäume ebenso, wie die Kronen der Stammbäume, kesselförmig auf­wachsen. Der Schnitt hat auf die Qualität oder Güte des Laubes den größten Einfluß; je mehr Sonne und Luft dem Baume in allen seinen Aesten zukommt, desto schöner, größer, harzreicher wird sein Laub, desto reicher sein Ertrag und desto schöner und auch reiner die Seide.

Beim Versetzen in ihren Standort sollen sie nicht unter 2 bis 3 Klafter von einander entfernt gestellt werden.

Man kann die Strauchbäume auch so behandeln, daß man ihnen alle 3 oder 4 Jahre nahe bei dem Hauptstamme entwe­der während oder sogleich nach der Entlaubung die Zweige gänzlich abschneidet, worauf der Stumpf noch in demselben Stamme frische Triebe schießt. Dadurch erhält man zugleich bei einer nur etwas ausgedehnten Maulbeerpflanzung viel Holz für den häuslichen Bedarf.

Man kann sich den Maulberbaum auch zu Hecken erziehen, und sich auf diese Weise seine Maulbeerpflanzung gehörig ekn- frieben und eine nutzbringende Hecke verschaffen, die ebenfalls größere Vortheile gewährt, als die gebräuchlichen Sträuche von Schwarzdorn, wilden Rosen und anderen Straucharten.

Eine solche Hecke kann durch Aussaat des Samens oder durch Setzlinge aus der Samenschule erzogen werden.