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Um von Samen eine Hecke zu bilden, muß ein schmaler Streifen da, wo die Hecke laufen soll, im Herbste ausgehoben und im Frühjahre neuerdings bearbeitet werden. Dann wird, wie dieß in der Samenfchule geschieht, in eine fortlaufende 1 Zoll tiefe Furche der Same schütter gestreut, mit Erde bedeckt und nach Bedarf begossen.
Die anwachsenden Pflänzchen, welche man zu 10 Zoll auseinander stehen läßt, stutzt man das erste Jahr im Herbste mit der Gartenschere; die folgenden Jahre werden sie aber gleich als Hecke behandelt und alle Jahre etwas höher und breiter gehalten. Nur ist es nöthig, daß in den ersten Jahren die Hecke mit einem Zaune gegen das Abfressen der Thiere verwahrt wird, bis sie hinlänglich kräftig und dicht ist.
Man kann auch alle 4 bis 6 Klafter ein gesundes Stämmchen ganz unbeschnitten lassen, und es dann zu einem ordentlichen Baume mit einer ordentlichen Krone erziehen.
Will man eine Hecke aus zweijährigen Stämmchen einer Samenschule anpflanzen, so bereitet man die Erde ebenfalls nach Vorschrift zu, und setzt diese Stämmchen, ganz kurz gestutzt, von 1 zu 1 Schuh in der bezeichneten Reihe ein, und läßt jedem Stämmchen nach einem Jahre nur einen Ast; diesen Ast biegt man zur Erde, wo man ihn mit einem hölzernen Häkchen feststecken kann; so wird sich bald eine Hecke bilden, die man beliebig zustutzen kann. Die Hecken entwickeln im Frühjahre gewöhnlich noch früher ihre Blätter, als die Strauchbäume.
Vom Ablauben.
Die schönen, harzigen und festen Blätter geben die beste und gesundeste Nahrung für die Seidenraupen, minder gut und in den zwei letzten Lebensaltern sogar schädlich sind die zu wässerigen Blätter; und schlecht die-

