29

Sackleinwand geschüttelt und getrocknet werden. Wenn inan aber diesen Uebelständen ausweichen kann, ist immer viel Ge­fahr beseitigt und es ist besser, man läßt die Raupen einen Tag hungern, als ihnen solches ungesundes Laub aufzustreuen.

Auch soll den Raupen das Laub nie ganz kalt (besonders wenn sie schon etwas erwachsen sind) gereicht werden, weil es fast dieselbe Wirkung hervorbringt, wie nasses Laub.

Wer viel von wässerigem Laube hat, und es doch benützen will, darf es nicht unter das gute und harzige mengen, sondern muß es für sich pflücken lassen und im Schatten ausbreiten, damit es seine wässerigen Bestandtheile früher etwas ausdünste; dann soll es unvermischt, nach Mahlzeiten abgewechselt, verfüt­tert werden; darf aber nicht etwa schon verwelkt den Raupen vorgelegt werden.

Hat man nun, ohne sämmtliche Bäume entlauben zu müssen, auf eine Fütterungsquantität von beiläufig 40 Zent­nern Laub, für die ganze Zeit von etwa sechs Wochen zusammen gerechnet, zur Benützung zu hoffen, was schon bei 60 Stück starke Bäume erfordert, oder hat man eine verhältnißmäßige Zahl kleinerer Bäume, so reicht es hin, eine schon einträgliche Zucht von beiläufig 100,000 Raupen zu halten. Wer den Anfang mit 2 Loth Seidenraupensamen machen will, hat sich in Allem nach der Tabelle zu richten.

Hon den AranKheitcn der Däume.

Die Maulbeerbäume haben wie alle übrigen Bäume ihre Krankheiten. Die Entstehung derselben hat in unpassender Lage, in zu nassem Grunde oder oft in schlechter Behandlung ihre Ur­sachen. Der Wurm, der Brand, das Moos fordert die gewöhn­liche Behandlung, die jeder Landwirth ohnedieß kennen muß.