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durch Unrath und Mistung belästigt, sie kriechen von Zweig zu Zweig und suchen sich das beste Futter, indem sie sich an der untern Seite der Blätter ansetzen, um sich vor den Strahls der Sonne zu verbergen.

Diese kurze Anzeige über die Natur der Raupen möge Zeder, der Seidenraupen erziehen will, gut im Gedächtnisse behalten.

Man glaube übrigens nicht, daß in der ursprünglichen Heimat der Seidenraupen dieselben ohne alle Aufsicht und Pflege gehalten werden und daß der Mensch dort ohne Mühe seinen Nutzen von ihnen ausbeuten könne. Dort, wie bei uns, müssen sowohl die Raupen als auch die Maulbeerbäume gut gepflegt werden, wenn sie Nutzen bringen sollen. Der Mensch hat es durch seinen Verstand dahin gebracht, die natürlichen Anlagen dieser Thierchen zu seinem Vortheile zu benützen; und nur nach Maßgabe der Pflege, die er ihnen widmet, lohnt sich seine Mühe.

Es ist ein altes, ewig bleibendes Gesetz, daß der Mensch Schweiß und Mühe opfern muß, um Segen zu ernten; denn so wie der menschliche Körper nur durch Anstrengung und Uebung kräftiger und vollkommener wird, so wird auch der Geist des Menschen nur durch strenges Nachdenken und geistige Mühe seiner höheren Bestimmung zugeführt und entfernt auch so die Noth mit allen ihren traurigen Folgen.

Es ist eine merkwürdige Erscheinung, daß da, wo die Seidenraupenzucht häufig getrieben wird, die Menschen an Lebendigkeit und Geist gewinnen. Der Fleiß hierin bringt also noch einen anderen Segen dazu, der oft erst an den Kindern aus­geht, indem sie verwendbare Menschen werden, die leicht ihr Glück machen können. Es ist dabei Gelegenheit und Anregung vorhan­den über manche Fälle nachzudenken, Erkundigungen einzuziehen,