hat. Der kräftige Junge hangt sein Speisesäcklein über die Schulter, nimmt die Lampe in die linke Hand, ergreift mit der Rechten den Stock und sagt, schon über die Thürschwelle schreitend, „Adiö". Bor dem nächsten Haus ruft er seinem Kameraden, der nicht lange auf sich warten läßt. Bald haben die Beiden einen Dritten eingeholt, und ohne viele Worte zu wechseln, setzen sie ernst und rasch ihren Weg fort. Beim Tunnel angekommen, melden sie sich beim Aufsichter, der die Arbeitszeit eines Jeden einzuschreiben hat. Da die Uhr noch nicht 6 Uhr zeigt, setzen sie sich auf einen Stein oder Balken neben der Bahnlinie, zünden ihre Lampen an und sehen nach den Gruppen, die sich zu ihnen gesellen. Die Zahl der Wartenden steigt auf 120—130 Minirer, Maurer, Handlanger rc. Unterdessen ist die Zeit vorgerückt, an die Stelle einer gleich zahlreichen Abtheilung, welche von 6 Uhr Abends bis jetzt gearbeitet hat, zu treten. 2 und 2 gehen auf den Schienen hinein, indem die rechte Hand des Einen die Linke des Andern hält und stützt, und sie einander auf diese Weise im Gleichgewicht halten. Beim Schacbt Nr. 1 ruft ein stets froh gestimmter Bergmann: „Nummä zuegfüret, 'sbschiest niä besser, as jetz!" Weshalb diese Scherzworte hingeworfen wurden, macht eine kurze Erläuterung notbwendig. Der Schacht hatten

