64

hohen Gerüste in zwei Reihen neben einander, wie zum Schlafe gelagert; 6 auf der einen und 8 auf der andern Seite; die übrigen 6 schloßen hufeifenförmig die beiden Reihen; 2 davon hatten sich all ihrer Klei­der entledigt; Einer lag auf dem Bauche, Kopf und Arm über das Gerüst herunterhängend; 2 Halbleere Oclkannen standen neben ihnen, und auf einem Balken hatten sie ihre Kerzen aufgesteckt, die aber zu einer Talgmaße abgeschmolzen waren. Mit dem Leben ist auch das Licht erloschen, und keine Todtenlampe brannte mehr für sie. Einige hatten sich aue Stroh ein Kissen gemacht, Andere den Kopf auf ein zusammengerolltes Kleidungsstück gelegt. Da die Arbeiter auch sonst außer den Arbeitsstunden auf diesem Gerüste auszu- ruhen Pflegten, so liegt die Vermuthung nahe, die Unglücklichen haben sich in der Erwartung, daß man ihnen zu Hülfe kommen werde, auf das Gerüst zum Schlafen niedergelegt und seien da im Schlafe erstickt. Ein Einziger lag unten, am Fuße der auf das Gerüst führenden Leiter.

In der Bahn, die vom Schacht zu den 21 führte, lagen 2 geschirrte, todte Pferde. Daraus konnte man bereits schließen, daß die Leute in den hintern Räumen Alle todt seien, außer sie hätten sich schon am ersten Tage luftdicht abgeschlossen. In Nr. 17 hing ein Pferd,