Orte gestanden, zwar kalt bleibt, aber nicht ftisch, son- dern fade und kraftlos ist.

Das Wasser muß sogenannte fixe Luft enthal­ten, die eine ihm eigene flüchtige Grundkraft oder Lebenslust einen gewissen Wassergeist besitzen. Die­ser Wassergeist ist jedem Brunnenwasser eigen, wel­ches aus dem. tieferen Erdschooße hervorgeholt wird, erfrischt und stärkt den Körper innerlich und äußerlich. Die ersten Gläser, in den ersten Stunden hievon getrun­ken, haben weit kräftigem und stärkendern Geschmack, als die späterhingetrunkenen.

DaS Wasser aus Flüssen, Bächen und Teichen be­sitzt, weil eS den Sonnenstrahlen auSgesetzt ist, den Was­sergeist nicht mehr so, wie jenes auS seinen ersten Quel­len und ist folglich nicht mehr so heilkräftig. Wenn man daher vom kalten Wasser, als Heilmittel spricht, so wird'unter demselben jederzeit frisches Brunnenwas­ser verstanden, wogegen aber im Rothfalle reineS Fluß- und Bachwasser auch nicht zu verschmähen ist.

Die heilsame belebende Grundkraft des frischen Was­sers besteht in dem Sauerstoffe, welcher das allge­meine Belebungsmittel, wie im Gewächöreiche, so tm Menschen- und Thterreiche ist; denn ohne frisches Was­ser können weder Thiere leben, noch Pflanzen gedeihen.

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An der kühlenden Eigenschaft deS Wassers wird wohl Niemand zweifeln, der sich auch nur einmal in seinem Leben erhitzt und durch gemächlich anhaltendes Trinken seinen heftigen Durst getilgt hat. Eben so wenig wird man cS als VerfüßungSmittel verkennen, wenn man nur feine Zunge mit dem Gaumen zu Ra­che zieht und dadurch feine gänzliche Unschmackhaftig­keit erfährt. In Rücksicht auf seine anfeuchtende und Biegsamkeit erzeugende Kraft vermindert eS nebst der Säfteversüßung auch die zu große Spannung der festen Theile. Kommt eS auf die Flüssigkeit und das Flüssigmachen an, so gehört dem Wasser sicher die erste