47

t In der Wasserkur mit Bestimmtheit anzugeben, wenn eine Heilung eintreten muß, und wie lange es nöthig seyn wird, die Kur zu gebrauchen, ist etwas, worüber sich nur mit Wahrscheinlichkeit sprechen laßt. Die ganze Kur ist ein Mittel, die Naturkräfte im menschlichen Körper anzuregen, damit sie, zu gleicher Zeit gestärkt, die Krankheit beseitigen können, je nachdem nun dieselbe im Körper verborgen liegt, je nachdem eine oder die andere Natur leicht oder schwer auf sich wirken läßt, in diesem Verhältnisse erfolgt die Herstellung bälder oder später, indem die durchgreifende Wasserkur eine Erneue­rung der ganzen Saft -, Blut- und Fleischmasse bewirkt.

III. Abschnitt.

Regeln und Vorschriften während der im.

8 . 37 .

Unter Gesundheit versteht man jenen Zustand des Körpers und der Seele, worin sich beide frei und fröh­lich bewegen, und von jedem physischen Schmerz befreit bleiben. Wer sich eines solchen Zustandes zu erfreuen hat, wird den Kampf mit den Widerwärtigkeiten deS Lebens leichter bestehen. Lange aber leidet der Mensch unter den Nebeln, denen sein Körper auSgesetzt ist. Kaum kann man sich beim Anblick der Verwüstung, die der Tod zur Folge hat, eines geheimen Schauders er­wehren; man wird innerlich ergriffen, wenn man so Vieler gedenkt, die vor der Zeit in der Blüthe ihres Le­bens weggerafft werden, oder unter einer Last von Krank- » heiten ein jämmerliches Leben dahinbringen. Ein ge­fühlvoller Beobachter wird bestürzt und von tiefer Weh- muth ergriffen, wenn scheinbar Starke und Gesunde oft am allerersten durch eine Krankheit dem Tode anheim fallen. Man kann nicht umhin, die traurige Bemer­kung zu machen, daß selbst die Wenigen, welche ein