83

Glieder in ihrer ordentlichen Lage fest zusammen; ja eS ist das Werkzeug der so nöthigen Ausdünstung der un- nöthigen, zum Theil schädlichen Feuchtigkeiten^ Der Mangel der bloßen Anfeuchtung kann der Hautthätigkeit schon schädlich sein, eben so mag der Mangel der Rein­lichkeit der Haut vielen. Nachtheil verursachen. Die durch die Haut auSdünflinden blutwäfferigen und fet­ten Theilchen kommen an die Mündungen der Schweiß­löcher, deren sich die zähesten daselbst anhängen und nehmen den mit der Luft ihr angebrachten Staub auf, vertrocknen und verstopfen, wenn selbe nicht fleißig ab- gespühlt werden, die Hautöffnungen und verhindern da­durch die Ausdünstung zum merklichen Schaden der Ge­sundheit. Daher darf man wohl glauben, daß an der äußerlichen Wartung unserer Haut viel gelegen ist, die Unterlassung derselben aber jederzeit nachtheilig sein muß.

8 . 59 .

Ein großer Theil unserer Gesundheit hängt von der Haut ab. Diese Gesundheit beruhet meistens auf dem frischen Waschen und dem Nutzen, den die Haut hievon empfindet, denn das äußerlich eingebrachte Wasser erstreckt seine Wirkung bis zu den innersten Thet- len, feuchtet dieselben an, erfrischt und stärket sie. Un­ter den mancherlei kleinen Gefäßen, von denen unsere Haut durchbrochen wird, befinden sich auch die soge­nannten Vennen (Adern unter der Haut), welche die Eigenschaft besitzen, die von außenher in den Leib drin­gende Luft oder Feuchtigkeit mit ihren an der Haut öff­nenden feinen Mündungen etnzusaugen und durch ihre zusammenziehende Kraft immer tiefer hinein zu befördern, so daß daS, von ihnen beim Waschen oder Baden auf­genommene frische Wasser auS diesen äußersten kleinen Canälchen erst in etwaö größere Wassergefäße nachher auS diesen in die daS schon etwas dickere Blutwasser führende von da weiter in die rechten Blutgefäße und aus ihnen gänzlich gar zum Herzen gebracht wird.

Wenn nun diese erst gemeldeten Geäder auf solchem Wege von der Haut biS zum Herzen durch viele MuS-