{eltt, Häute und allerlei im ganzen Rumpfe liegenden Eingeweide sich durchschleichen, so kann man leicht begreifen, wie daS von ihnen eingesogene Wasser im Vorbeigehen nicht nur die fleischigen Theile, sondern auch die Hirnhäute, Darm-, Zwerg- und Mittelfell, Blase, Magen und Gedärme — ja selbst Gehirn, Lunge, Leber, , Nieren u. s. w. erfrischen uNk^sie, vermöge der durch die Gänge der Canäle geschehenen Auödampfung seines feinsten Wesens gelinde befeuchten kann, wodurch ihnen >! gewiß kein geringer Dienst geleistet wird.
Je frischer und kälter daS Wasser ist, je besser ist keine , Wirkung als örtliches Reizmittel auf die Haut des Mun- I deS, der Speiseröhre, deS Magens und der Gedärme.
Je wärmer die Haut ist, um so stärker und günstiger übt daS kalte Wasser den leicht entzündlichen Reiz. .Diese Hauterregung entsteht, indem die Wärme deS Körpers nach den' mit kaltem Wasser berührten Stellen der Haut ij htneilt und in das Wasser strömt um die Temperatur deS j Körpers wie deS Wassers auszugleichen. Die Haut gibt hiebei das Mittel ab, durch welches die Auswechselung der Beschaffenheit der Luft geschieht. Gerade deshalb wird sie in höhere Thätigkeit gesetzt, gereizt, durch die rascher , zu ihr von innen strömende und von ihr nach außen fliehende Warme, welche nachträglich den Blutumlauf hinter sich herzieht. Darum schlägt die Kaltwasserkur i dann am meisten und schnellsten an, wenn die Haut gut ! ist — dann am langsamsten, wenn sich die Haut weniger thätig oder gar völlig unthätig zeigt. Den Hauptreiz zu vermehren, dienet daS Frottiren im Bade, oder mit wenig kaltem Wasser außer dem Bade, mittelst der bloßen Hand. ;
Die ganze Kur liegt vorzugsweise der Hautthätigkeit ob, die gereizte Haut soll den ganzen Körper heilen, wie erfrischte Blätter den Baum. Indem die Oberhaut bei dieser Kur täglich in ihrem ganzen Umfange mit sehr kaltem Wasser bedeckt, gereizt und durch Wärme wieder erhitzt wird, zieht sich allmählig der Zudrang deS Blutes und der Säfte aus den Gefäßen des inneren Kör-

