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nach dem Frühstücke zwei Stunden zu warten und so das Verdauungsgeschäft, ehe man badet, abzuwarten.
WaS das kalte Baden und Waschen betrifft, so ist beides für Kranke und Gesunde dienlich. ErstereS dient dem Kranken mehr zur Kur — Letzteres dem Gesunden zur Verwahrung gegen Krankheiten.
DaS kalte Baden geschieht entweder in hitzigen oder in langwierigen Krankheiten — in hitzigen Krankheiten läßt eS sich, wenn die Kranken so schwach geworden, daß sie in der Wanne nicht auSdauern können, nicht allemal thun — in diesem Falle kann man auch schon anfangs mit bloßem Waschen zurecht kommen. Können aber dergleichen Leute das Baden ertragen, so läßt man sie nicht zu lange darin, oder man kann eS öfter wiederholen, doch nicht länger, als bis man auS dem Puls und der Empfindung des Kranken selbst gewahr wird, daß die größte Hitze gedämpft sei, bei einer langwierigen Krankheit hingegen verfährt man ganz anders und regelmäßig. Man badet öfter oder weniger, nachdem die Krankheit hartnäckig ist, oder nicht; wenigstens geschieht solches zwei oder dreimal, bei schweren Zufällen aber wohl drei oder vier Wochen hintereinander.
Anfänglich bleibt man nur einige Minuten im Bade; wenn man eS aber gewohnt worden, kann solches länger geschehen, nämlich so lange eS der Kranke ohne sonderlich große Ungemächlichkeit erdulden kann. Badet man in der Frühe, so muß eS nüchtern geschehen. Nachmittags aber badet man um vier oder fünf Uhr, wenn die Verdauung meist vorüber ist. Auch gehe man nicht gleich nach einer Erhitzung inS kalte Bad, sondern bis man sich zuvor ein wenig abgekühlet hat. DaS Wasser- trinken ist nöthig, sowohl vor dem Bade, als auch während und nach geendeter Badekur, um jeden Rückfall zu verhüten.
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Im Allgemeinen gilt die Regel, beim Baden den Kopf unterzutauchen. Nachdem Bade spaziert man und zwar mindestens so lange, bis man sich vollkommen erwärmt

