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wenn selbe nicht in einem Badezimmer genommen wer­den, gebracht wird.

Die Beine und Füße (die nicht in daS Sitzbad ge­bracht werden) müssen hinlänglich warm bedeckt fein. Männer ziehen die Beinkleider bis auf die halben Len­den herunter und setzen sich dann in das Schaff, nach­dem sie das Hemd bis unter die beiden Arme hinaufge­rollt haben, daß eS nicht benetzt wird. Frauenzimmer müssen während des BadeS, um sich vor Erkältung zu schützen, zur Erwärmung wollene Decken über den Ober­körper, die Beine und die Füße legen. Während deS SitzenS reibe man sich mit der rechten Hand den Un­terleib und man kann so lange darin bleiben, bis daS Wasser seine Kälte verloren hat.

Die Dauer deS Sitzbades ist verschieden nach den Zwecken desselben, nämlich Stärkung Erregung (zu kritischen Ausbrüchen) Ableitung und Stillung deS Fiebers. Die Wirkungen der Sitzbäder an dem Ober­und Unterleib sind auffallend wohlthätig; sie befördern das Abgehen versetzter Blähungen, leiten die Anhäufun­gen (Congestionen) deS Blutes vom Kopf und der Brust und sind von unschätzbarem Werche für Leute, die an­gestrengt geistig arbeiten.

Das Sitzbad dient, um die Blutmasse abzuleiten und den Unterleib aufzuregen und muß dann so lange ge­nommen werden, bis die Blutmasse und der entzündete Tbeil vollkommen abgekühlt sind, was man noch durch Auflegen kühlender Umschläge um jenen Theil befördert. ES kann dann eine bis zwei Stunden dauern und man muß den Unterleib tüchtig reiben, um die Circulation des BluteS zu befördern und den Unterleib, der oft hart und wie eine Trommel gespannt ist, aufzuweichen. Bis an die Theile, die ins Wasser kommen, soll man sich bedeckt inS Sitzbad setzen.

Die Sitzbäder haben die entschiedene Wirkung, die Thätigkeit vom Cerebral- (zum Gehirn gehörigen) System auf daS der Ganglienen (Nerven) zu leiten. Sie find am dienlichsten für Leute, die angestrengt geistig ar- I 5