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drei Monaten an einem fürchterlichen Gliederreißen an beiden Knöcheln des Fußes, so, daß eS ihr Arzt als Gicht erklärte. Nach dreimonatlicher ärztlicher Behandlung zeigte sich keine Besserung, vielmehr war sie genö- thiget das Bett zu hüten. Den 16. December 1849 ward sie als unfähig zu gehen in die Anstalt gebracht.
Nach Anwendung von 32 Vollbädern und 16 Einpackun- ! gen zum Schwitzen ward das Nebel gehoben, und sie konnte am 31. desselben MonatS geheilt die Anstalt verlassen.
42.
(Heilung eines Schlaganfalles.)
N. N., 48 Jahre alt, litt Jahre lang an Kongestionen , welcher Zustand sich in den letzten 6 Monaten so stark verschlimmerte, indem er sich nicht mehr regen oder bewegen durste, ohne zu fürchten, alle Augenblicke vom Schlage getroffen ein Opfer des Todes werden zu müssen. In seiner Familie trat der Fall ein, daß sein Vater und seine Brüder in den besten Jahren vom Schlage berührt, plötzlich gestorben sind. Strenge Diät und ärztliche Hilfe vermochten nicht im geringsten das Uebel zu lindern und seinen Zustand zu verbessern. Er hatte alles Dertrguen zu den Aerzten verloren, suchte von nun an seine Herstellung in der Wasserkur zu finden, und begab sich daher am 10. October 1849 in die Anstalt. Seine damaligen Gesundheitszustände waren: sehr heftige Kongestionen, Schwindel, schwerer Athem, Engbrüstigkeit und gänzliche Muthlosigkeit. Er konnte weder warme Speisen, noch warme Kleider, noch ein gewärmtes Zimmer ertragen, und man hörte ihn öfters auSrufen: „Jetzt werd' ich Plötzlich sterben!"
ES wurde gleich zur Kur geschritten, und den Anfang machten nasse Einpackungen, Vollbäder und vieles Wassertrinken. Die Zahl der ersteren bestand in 276 Vollbädern —
24 Einpackungen in nasse Leintücher zum Dünsten — und
91 Einpackungen zum Schwitzen.

